Wisner «Heubluemefescht»
Ein gemütlicher Anlass führte Hauensteiner, Ifenthaler und Wisner zusammen

Erstmals haben die Wisner Dorfvereine das «Heubluemefescht» aus der Taufe gehoben. Der Anlass ersetzt die Dorfchilbi. Der Verein «Wisnerhöchi ohne Windpark» nutzte den Anlass, um auf die Auswirkungen eines Windparks aufmerksam zu machen.

Irma Looser
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In Wisen herrschte am Wochenende eine gemütliche Feststimmung.

In Wisen herrschte am Wochenende eine gemütliche Feststimmung.

Remo Fröhlicher

Für Aussenstehende war der Festbesuch fast ein bisschen «blind date». Was hatten sich die Wisner Dorfvereine für die Nachfolgeveranstaltung der Dorfchilbi am neuen Standort und neuen Termin ausgedacht? Um es vorweg zu nehmen: Es war ein gemütlicher Anlass, an welchem sich vorwiegend die Wisner und Hauensteiner Bevölkerung zum friedlichen Beisammensein begegnete.

Die Guggemusig Wiseberghüüler lud bereits beim Festeingang in die rustikale Freiluft-Bar ein. Mit einem genügend grossen, gedeckten Bar-Bereich waren die Organisatoren gegen eine weniger freundliche Wetterlage gewappnet.

Die Guggemusig bewirtete die Gäste bis in die frühen Morgenstunden, und sonntags war sie pünktlich um elf Uhr wieder im Einsatz. Der Turnverein verpflegte die Gäste in der themengerecht dekorierten Mehrzweckhalle.

Am Samstagabend spielte das Schwyzerörgeli-Trio Schwalbengruss auf, förderte die gute Stimmung und untermalte das fröhliche Zusammensein musikalisch. Eine Tombola ist aus einem Festbetrieb kaum wegzudenken – die Musikgesellschaft Eintracht Wisen deckte diesen Part ab.

Ein paar Schritte weiter, in der Aula, luden gleich zwei Vereine gemeinsam in die gemütlich eingerichtete «Kafistube» ein. Am Kuchenbuffet der Damenriege fand Jedermann eine süsse kulinarische Versuchung nach seinem Geschmack.

Der neu gegründete Verein Wisnerhöchi ohne Windpark (WOW) servierte Kaffees in allen Varianten und mit allen denkbaren «Zutaten». Er nutzte gleichzeitig die Gelegenheit, um die möglichen Auswirkungen eines Windparks aufzuzeigen und die Dorfbevölkerung über Ziel und Zweck des Vereins zu informieren. Den Korridor und den Keller belegte der Airsoftverein «Tactical Berserkers».

Die jungen Männer wollten ihren Sport der Bevölkerung näher bringen, um Berührungsängste abzubauen. Vorwiegend die jüngere Generation probierte den spielerischen Wettkampf mit den Softguns gerne aus. Der Airsoftverein überzeugte, dass ihre Einsätze sportliche und nicht kriegerische Motive haben.

Ein Höhepunkt des Heubluemefeschts war ganz klar der Wettbewerb des Vereins WOW. Als aussergewöhnlicher erster Preis winkte ein Passagierflug mit einem Sportflugzeug Piper. Die am Sonntagabend ausgeloste Gewinnerin Rita Bloch wird mit dem ortsansässigen Piloten Matthias Glutz diesen Flug wagen.

Sie wird dabei ihren angestammten Wohnort Wisen – wie vom Verein angepriesen «ohne Windpark» –, aber ganz gewiss mit viel Freude an der ungewohnten Vogelperspektive überfliegen.

Die Vereinsvertreter äusserten sich zufrieden über den Besucheraufmarsch am ersten Heubluemefescht, was auf eine Wiederholung im nächsten Jahr zur «Heublueme-Zeit» hoffen lässt.