Eröffnet wurde der Konzertabend vor dem Muttertag im vollbesetzten Kultursaal Haulismatt durch die Young Harmonists, der anzahlmässig wie vom musikalischen Können her imposanten Nachwuchs-Formation. Seit Anfang 2016 ist der Dirigent der MG Konkordia, Hans Burkhalter (Zuchwil), auch musikalischer Leiter der Young Harmonists. Der erfahrene Musikpädagoge versteht es, die Jugend für die Blasmusik zu begeistern.

Das Programm stand im Zeichen des Kantonalen Jugend-Musikfestes vom nächsten Wochenende in Grenchen. Zum Auftakt erklang der rassig und schmissig gespielte Marsch «Diavolezza» von Adolf Künzle. Als Wettbewerbsstück haben die Young Harmonists «Towards a new Horizon» des amerikanischen Komponisten Steven Reinecke ausgewählt. Mit dem vorzüglich vorgetragenen Werk liess sich das Publikum zu einem neuen Horizont entführen. Das Wettbewerbsprogramm besteht auch aus einem Choral und einer Unterhaltungsnummer. Die Young Harmonists haben «Gratitude Hymn» von Mario Bürki und «How to train your Dragon» von John Powell ausgewählt. Als Zugabe erklang «Celtic Crest» von Christoph Walter, die bekannte Schlussnummer vom Basel Tattoo.

Dramatische und fröhliche Szenen

Das Konzertprogramm der MG Konkordia unter der Leitung von Hans Burkhalter stand ganz im Zeichen von Filmmusik. Nummerierte Tischsets mit Bildern von Film-Klassikern, Popcorn-Tüten auf den Tischen und eine Leinwand über der Bühne mit zur Filmmusik eingespielten Bildern versetzten das Publikum in einen Kinosaal.

Niklaus von Burg (Balsthal) führte fachkundig durch das Konzertprogramm. Im ersten Konzertteil wurde Filmmusik aus den Filmen «Mr. Bean», «Avatar» und «The Lady Caliph», vom berühmten italienischen Komponisten Ennio Morricone, gespielt. Als musikalischer Höhepunkt erwies sich «Around the world in 80 days» des österreichischen Komponisten Otto M. Schwarz. Mit dieser wahrscheinlich populärsten Abenteuergeschichte gelangte Jules Verne endgültig zu Weltruhm. Die Konkordia entführte das Publikum in den Orient, nach Asien, in den Wilden Westen und nach New York. Das Musikkorps war gefordert, galt es doch auch das Zischen von Dampflokomotiven, das Dröhnen von Schiffshörnern oder das Posaunen von Elefanten auf den Instrumenten nachzuahmen. Die raschen Stilwechsel meisterte die MG Konkordia perfekt. Thomas Schafroth war für die passenden Einblendungen von Bildern besorgt. Ein Genuss für das Gehör wie für das Auge.

Von «Asterix» bis «Hairspray»

Im zweiten Konzertteil erklang Filmmusik zu «Asterix der Gallier», «Nemo– Beyond the Sea» und aus dem Kinofilm «The great escape» (Gesprengte Ketten), der von einem Massenausbruch aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager während des Zweiten Weltkriegs handelt. Dramatik pur beinhaltete auch die Musik zum Kriegsfilm «Pearl Harbor». Zum Abschluss des Konzertprogrammes ertönte fetzige und beschwingte Musik aus «Selections from Hairspray», ursprünglich ein Musical, welches 2002 am Broadway in New York grossen Erfolg feierte.

Nach den Dankesworten von Präsident Ruedi Berger spielte die Konkordia als Zugaben das typisch schweizerische «Heidi» und den schmissigen Marsch «Monty Python’s Flying Circus» (eigentlich der Marsch «Liberty Bell») von John Philip Sousa. Das Publikum war vom Konzert und der Performance restlos begeistert und spendete langanhaltenden und tosenden Applaus.