Kestenholz
Ein Dorf wird mit der Chilbi zur Festhütte

An den vergangenen drei Tagen herrschte in Kestenholz Chilbi-Zeit. Da wurde flaniert, fein gegessen und bis weit in die Nacht hinein gefeiert – so stimmungsvoll wie eh und je.

Marina Stawicki
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St. Ursenchilbi in Kestenholz 2018
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Feuerjongleur Chris Fire an der St. Ursenchilbi 2018 in Kestenholz
An den vergangenen drei Tagen herrschte in Kestenholz Chilbi-Zeit.
Weitere Impressionen von der Chilbi.

St. Ursenchilbi in Kestenholz 2018

Patrick Lüthy

Würde wohl das schöne Sommerwetter noch halten bis zu diesem wichtigsten Ereignis im Kestenholzer Jahreskalender? Skeptisch wurde auf die Prognose geschielt, die mal in die eine, mal in die andere Richtung zielte. Tatsächlich kündigte sich ein Wetterwechsel an – jedoch bescherte ein Zwischenhoch den Chilbibesucherinnen und -besuchern noch einige sonnige Stunden und angenehme Temperaturen. Dass ihnen der Wind teils kräftig um die Ohren blies, störte die wenigsten.

Am Freitagabend um 18:18 Uhr ertönte in der Nähe der Fischstube die Eröffnungsmusik – nicht ganz am geplanten Ort, aber der neue Standort eröffnete ungeahnte Möglichkeiten. Die Young Concert Band Oensingen-Kestenholz unter Dirigent Roger Meier begeisterte nicht nur durch ihr Können, sondern auch durch die passende Musikauswahl. Neben dem «Kiosk» von Polo Hofer gaben die jungen Musikanten das momentan sehr populäre «079» von Lo und Leduc zum Besten – spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Chilbi lanciert und das Publikum in bester Festlaune.

Schön, dass der Start gleich auf den internationalen Tag des Friedens fiel. OK-Präsident Beat Bobst begrüsste alle Anwesenden mit diesem Hinweis und schlug eine schöne Brücke zum Dorfleben: Der Frieden beginne im Kleinen, beim friedlichen Für- und Miteinander. Das kommt in Kestenholz kaum besser zum Ausdruck als an der Chilbi, wo alle am gleichen Strang ziehen, unzählige Helferinnen und Helfer im Einsatz sind und die Gemeinschaft grossgeschrieben wird. Des Weiteren bedankte er sich für die Unterstützung und Toleranz der Anwohnerinnen und Anwohner, die die Veranstaltung damit ermöglichen.

Und los ging es – alle schwärmten in verschiedene Richtungen. Ob ins Steakhouse, in den Chässchober oder ins Grotto zu Pizza und Wein. Lang gehegte Traditionen liessen Familien oder Freunde sich treffen, um gemeinsam das Wochenende zu geniessen. Auch die Kleinen kamen nicht zu kurz. Ob am Jubla-Spielestand, beim Torwandschiessen oder in luftiger Höhe auf dem Mega-Trampolin: Die jungen Gäste kamen voll auf ihre Rechnung! Die neue Kindertagesstätte an der Gäustrasse lud zudem am Samstag und Sonntag zum Tag der offenen Tür ein. Die gute Stimmung auf der vom Autoverkehr befreiten Strasse und in den Stübli wurde von der Guggenmusik, verschiedenen Live-Bands und einem Feuer-Jongleur untermalt. Der Kunsthandwerk-Markt am Sonntag rundete das gelungene Dorffest ab.