Überbauung

Ein Bauernhaus weicht drei Mehrfamilienhäusern – ein Grossprojekt in Härkingen

Die Abbrucharbeiten an einem alten Bauernhaus in Härkingen sind der Vorbote einer Überbauung: Bis 2021 entstehen drei Mehrfamilienhäuser.

Die Abbrucharbeiten an einem alten Bauernhaus in Härkingen sind der Vorbote einer Überbauung: Bis 2021 entstehen drei Mehrfamilienhäuser.

Bis 2021 entstehen neben dem neuen Gemeindehaus drei Mehrfamilienhäuser. Ein Grossprojekt für eine Gemeinde wie Härkingen.

Ein Bauernhaus weicht – drei Mehrfamilienhäuser werden entstehen. In diesen Tagen begannen die Abrissarbeiten auf der Parzelle neben dem Gemeindehaus.

Im Sommer 2021 sollen auf dieser Wiese im Zentrum Härkingens 27 Wohnungen bezugsbereit sein, die sich auf drei Gebäude verteilen. Zwei Unternehmen aus der Region Solothurn spannen für diese Überbauung zusammen. Die Pascal Steiner Immobilien AG und die Trefin AG erbauen je ein Mehrfamilienhaus mit Mietwohnungen – die Wohnungen des mittleren Gebäudes sind als Eigentumswohnungen ausgeschrieben. Die Immobilienfirmen gingen hierfür ein Konsortium ein.

«Die Grundidee besteht darin, attraktive und bezahlbare Miet- und Eigentumswohnungen im Zentrum von Härkingen zu schaffen», schreibt Projektleiter Daniel Studer auf Anfrage. Die Architekten der Steiner+ AG schenkten dabei dem altersgerechten und rollstuhlgängigen Wohnen besondere Aufmerksamkeit. Die drei Mehrfamilienhäuser sind an den vorhandenen charakteristischen Dorfstrassenzug der Gemeinde angepasst.

Eine Visualisierung der drei geplanten Mehrfamilienhäuser.

Eine Visualisierung der drei geplanten Mehrfamilienhäuser.

Projekt floss in die Ortsplanungsrevision ein

Härkingen zählte Ende 2018 gut 1600 Einwohner. Eine Überbauung in dieser Grössenordnung ist bedeutsam für das Gäuer Dorf. «Es ist klar, dass es mit den Mehrfamilienhäusern die hier entstehen ein Wachstum für unsere Gemeinde gibt», sagt Gemeindepräsident Daniel Nützi. Wie viele Gemeinden befindet sich auch Härkingen mitten in der Ortsplanungsrevision. Dabei mache der Gemeinderat sich auch Gedanken darüber, inwiefern die Gemeinde wachsen soll. «Alle Projekte die sich aktuell in der Umsetzung befinden, haben wir einfliessen lassen», so Nützi. Die Gemeinde werde daher nicht vom Wachstum überrascht. Die laufenden Bauprojekte sind miteinberechnet, sodass das Wachstum in etwa dem entspricht, wie es in den nächsten 15 Jahren geplant ist. Das 2017 genehmigte Leitbild dient für die Ortsplanungsrevision als behördenverbindlicher Leitfaden und darin geht die Gemeinde von einem Wachstum auf rund 2000 Einwohnerinnen und Einwohner bis 2035 aus. «Wir streben somit ein gemässigtes Wachstum an», sagt Nützi, «die kantonale Prognose hätte für Härkingen eher ein etwas stärkeres Wachstum vorgesehen. Dass auf der Wiese neben dem Gemeindehaus drei dicht beieinander liegende Mehrfamilienhäuser entstehen, deutet Nützi als «Zeichen der Zeit». Aufgrund des 2013 angenommenen revidierten Raumplanungsgesetzes,, in welchem unter anderem der haushälterische Umgang mit dem Boden und damit einhergehend eine verdichtete Bauweise stipuliert wird, würden Immobilienfirmen vermehrt auch auf Mehrfamilienhäuser setzen.

Bevor das Bauernhaus komplett abgerissen wird, soll die alte Bausubstanz den nächsten Tagen auf Asbest untersucht werden. «Dies entspricht dem üblichen Vorgehen, weil diese Materialien früher teilweise verwendet wurden», sagt Bauverwalterin Sandra Hänggi. Ein Denkmalschutz lag beim alten Bauernhaus an der Hauptstrasse nicht vor. Die Abklärungen für die Überbauung begannen vor über zwei Jahren mit dem kantonalen Denkmalschutz. Weil das Bauernhaus sehr nah an der Hauptstrasse liegt, war auch das Amt für Verkehr und Tiefbau, Kreisbauamt II bei den Abklärungen involviert. «Das Dorfbild sprach dafür, dass die Struktur beibehalten wird und die Neubaute wiederum nahe an der Hauptstrasse errichtet wird», berichtet Hänggi. Schliesslich einigten sich alle involvierten Parteien auf den einen gut schweizerischen Kompromiss und der neue Baukörper wird etwas nach hinten verschoben.

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