Aussergwöhnlich war bereits der Startschuss des 32. Jungtambouren- und Jungpfeiferfestes, der für einmal auf den Freitagabend fiel. Das Fest dauerte damit über drei Tage. Unter dem Motto «Lach im Guldental» sorgten die Komiker Peach Weber, Rolf Schmid, Alain Frey und Fabien Treyer für Hochstimmung im ausverkauften Festzelt, das insbesondere von Einheimischen besucht wurde. Äusserst gute Wetterbedingungen fanden auch die jungen Wettkämpferinnen und Wettkämpfer vor, die sich am Samstag in der Früh für das Einzelwettspiel rüsteten. «Entweder ist Petrus ein Tambour oder Pfeifer, oder er liebt ganz einfach das Musizieren», liess OK-Präsident Heinz Büttler in seiner Festansprache am Samstagabend dann auch verlauten.

An jenem Abend durften auch nochmals die zehn besten Tambouren des Tages antreten, die in einem hochstehenden Final um den Festpreis kämpften. Erst zum zweiten Mal in der Geschichte eines Zentralschweizerischen Jungtambouren- und Jungpfeiferfestes gab es etwas Lebendiges zu gewinnen: Der Festsieger durfte das Hengstfohlen Lauro B. B. entgegennehmen, das an der diesjährigen Fohlenschau in Ramiswil den ersten Platz erreicht hatte.

Jüngster Festsieger überhaupt

Der aussergewöhnliche Preis ging an einen ebenso aussergewöhnlichen Festsieger. Zum ersten Mal überhaupt in der höchsten Kategorie angetreten, durfte der erst 11-jährige Jérôme Kym das Hengstfohlen entgegennehmen. Er ist der jüngste Festsieger überhaupt. Der Möhliner liess seine übrige Konkurrenz deutlich hinter sich und gewann vor Nicolas Gehrig (Rang 2) und Kiran Doshi (Rang 3), beide von der Knaben- und Mädchenmusik Basel.

Von den Thaler Tambouren (TV Balsthal, TV Laupersdorf-Thal und TV Mümliswil) war überraschenderweise niemand im Final vertreten. Der letztjährige Festsieger Lukas Fluri schrammte jedoch mit dem kleinstmöglichen Abstand von 0.10 am Finaleinzug vorbei und belegte in der Höchstkategorie T1 den 6. Schlussrang (Vorrunde B).

In der Vorrunde A hatte es ihm Joel Zuber aus Laupersdorf gleichgemacht und sich ebenfalls auf Rang 6 platziert. Eine weitere Kranzauszeichnung ging an Samuel Haefeli (8. Rang Vorrunde B). Einen Podestplatz sicherte sich dafür Sandro Kobel aus Laupersdorf in der Kategorie T3 mit dem 2. Schlussrang. Die gebürtige Mümliswilerin Salome Hess wies ihre überwiegend männlichen Konkurrenten allesamt in die Schranken und platzierte sich in der jüngsten Kategorie (T5) zuoberst auf dem Treppchen.

TV Mümliswil-Ramiswil top

Dass der Tambourenverein Mümliswil-Ramiswil während der drei Festtage nicht nur für ein hervorragendes Festambiente sorgte, sondern auch im Sektionenwettspiel stets alles im Griff hatte, bestätigt der 1. Platz in der Kategorie S3 unter der Leitung von Claudia Rubitschung. Die sechs Tambouren gewannen mit grossen Vorsprung auf den zweitplatzierten Tambourenverein Steinen sowie den 3.-platzierten TV Lenzburg.

Während sich das Fest für den TV Mümliswil-Ramiswil in vielerlei Hinsicht als äusserst erfolgreich erwies, war es für den Tambourenverein Laupersdorf-Thal heuer eher ein Misserfolg. Die Laupersdörfer Jungtambouren unter der Leitung von Silvan Kobel schaffen es leider nicht, den Festsieg vom letzten Jahr zu verteidigen und platzierten sich in der höchsten Kategorie lediglich auf dem 4. Platz.

Der zweiten Laupersdörfer Sektion, welche in der Kategorie S3 startete, blieb ein Podestplatz leider auch verwehrt. Die fünf Tambouren unter der Leitung von Christian Meister belegten den guten 5. Schlussrang. Nichtsdestotrotz bleibt das Fest den (Gulden-)Thaler in bester Erinnerung. Und wer weiss: Vielleicht findet bald schon ein weiteres Jungtambourenfest im Naturpark Thal statt. Sowohl die Laupersdörfer (letzte Durchführung im 2007) als auch die Mümliswiler verstehen es bestens, Feste zu organisieren – und sie zu feiern.