Egerkingen
Treffpunkt für Trottinetts, Skateboards und Velos: Gemeinde hat nun einen Pumptrack

Seit 1. April steht ein ovaler Rundkurs bei der Schulanlage Mühlematt in Egerkingen - die Idee dazu kam aus der Bevölkerung.

Rahel Bühler
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Diesen Monat steht der Pumptrack auf dem Schulgelände Mühlematt in Egerkingen.

Diesen Monat steht der Pumptrack auf dem Schulgelände Mühlematt in Egerkingen.

Bruno Kissling

Wellenförmig, länglich-oval steht er da, auf dem roten Platz der Schulanlage Mühlematt: ein Pumptrack. Das ist eine Art Rundkurs mit aufeinanderfolgenden Wellen und Steilwandkurven. Er ist mit Velos, Trottinetts, Skates oder Skateboards befahrbar. Während des ganzen Monats wird der dort stehen.

Die Idee dazu erhielt Gemeinderätin Denise Bürgi aus der Bevölkerung: «Noch vor der Pandemie hat mir ein Mami aus Egerkingen davon erzählt.» Daraufhin habe sie sich erkundigt: Was ist ein Pumptrack genau? Woher könnte man so einen mieten? Wie viel würde es kosten? Hätten Kinder aus Egerkingen überhaupt Spass an der Sache?

Im Anschluss hat Bürgi die Bildungskommission und die Kommission für Kultur, Gesellschaft und Soziales über die Idee, einen solche Anlage in Egerkingen aufzubauen, informiert. Weil das Angebot nichts mit Bildung, sondern eher mit Gesellschaft und Sozialem zu tun habe, wurde beschlossen, dass sich diese Kommission dem Vorhaben annimmt.

Schliesslich nahm Bürgi Kontakt mit der Firma Bike und Event aus Andermatt im Kanton Uri auf, der solche Pumptracks vermietet. Ende März hat die Firma die Anlage aufgebaut, zusammen mit dem zwei Mitarbeitenden des Egerkinger Werkhofs.

Im April stört der Pumptrack am wenigsten

Ursprünglich war geplant, den Pumptrack beim asphaltierten Pausenplatz aufzubauen. «Aber weil der rote Platz ein weicherer Boden ist, haben wir uns entschlossen, ihn dort zu platzieren.» Für den Monat April habe man sich entschieden, weil der Pumptrack dann den Schulbetrieb am wenigsten stören würde. Denn am Montag begannen die Frühlingsferien. Die Kosten für Aufbau und Miete des Tracks übernimmt die Kommission. Details sind nicht bekannt.

Die bisherige Rückmeldungen von Kindern und Jugendlichen seien positiv, sagt die Gemeinderätin: «Sie finden den Pumptrack total toll.» Auch Bürgi selbst ist überzeugt vom Angebot:

«Es ist eine gute Gelegenheit, bei der sich die Kinder draussen sportlich betätigen können und etwas Abstand von den Gedanken rund um die Coronapandemie nehmen können.»

Klar gäbe es auch kritischere Stimmen, die sich fragen, ob eine solche Anlagen in der jetzigen Situation gerechtfertigt sei. Darauf entgegnet Bürgi, dass die Anlage draussen steht. Aber auch hier sei klar: Man muss auf die Abstands- und Hygieneregeln achten.