Egerkingen
Ungewöhnliche Frage an Mitglieder: Sollen die Katholiken ein Haus kaufen?

Der Römisch-katholische Kirchgemeinderat Egerkingen stellt seinen Mitgliedern ein ungewöhnliche Frage.

Fränzi Zwahlen
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Die Liegenschaft Domherrenstrasse 6 (mit brauner Holzfassade) möchte der Römisch-Katholische Kirchgemeinderat kaufen. Die Gemeindeversammlung stimmt am 2. Februar darüber ab.

Die Liegenschaft Domherrenstrasse 6 (mit brauner Holzfassade) möchte der Römisch-Katholische Kirchgemeinderat kaufen. Die Gemeindeversammlung stimmt am 2. Februar darüber ab.

Bruno Kissling

Am kommenden 2. Februar findet in Egerkingen eine ausserordentliche Versammlung der Römisch-katholischen Kirchgemeinde statt. So ausserordentlich eine solche Versammlung ist, so ausserordentlich ist auch das einzige Traktandum, für welches die Kirchgemeindemitglieder eingeladen werden. Es geht um den Kauf der Liegenschaft Domherrengasse 6 im historischen Ortskern von Egerkingen.

«Eine einmalige Gelegenheit für die Kirchgemeinde»

Der Kaufpreis beträgt 625'000 Franken, zuzüglich Gebühren von rund 9000 Franken. Dafür beantragt der Kirchgemeinderat einen Kredit in der Höhe von 400'000 Franken aufzunehmen. «Die Liegenschaft steht von privater Hand zum Verkauf und für uns bietet sich eine einmalige Gelegenheit, diese Liegenschaft zu erwerben», sagt darüber Kirchgemeindepräsident Christian Studer.

Der Grund für den Kauf sei mehrschichtig, so Studer weiter. «Einerseits planen wir schon seit einiger Zeit, unser Pfarrhaus, das in die Jahre gekommen ist, umfassend zu renovieren. Dieses Haus muss vor allem auch als energetischer Sicht saniert werden», so Studer. «Zudem machen es Umbaumassnahem dann auch möglich, für die Kirchgemeinde Räume, wie ein Sekretariat einzurichten.»

«Kaufen wir also diese Liegenschaft, verfügen wir über ein Haus in Kirchennähe, in welches der Pfarrer während der Zeit der Pfarrhaus-Sanierung wohnen kann.»

Im weiteren sei es eine einmalige Gelegenheit, diese Liegenschaft zu erwerben, die gleich hinter der Kirche steht, betont Studer. «So könnten wird auch künftig das gewachsene Ensemble rund um die denkmalgeschützte Kirche ortsbildmässig aufrechterhalten».

Ein Mietvertrag auch unter sozialen Aspekten

Nach dem erfolgtem Auszug des Pfarrers würde dann die Liegenschaft Domherrenstrasse 6 der Kirchgemeinde zur Verfügung stehen. Es könnte ein Mietertrag generiert werden, und: «Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass wir die Wohnung unter sozialem Aspekten vermieten könnten», so der Kirchgemeindepräsident.

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