Egerkingen
Egerkingen eröffnet einen vierten Kindergarten in der ehemaligen Chäsi

Wegen steigender Schülerzahlen muss Egerkingen auf das kommende Schuljahr 2013/2014 hin einen vierten Kindergarten eröffnen.Der Gemeinderat hat der auf zwei Jahre befristeten Umnutzung des Gebäudes zugestimmt.

elvira Biedermann
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Die Räume der ehemaligen Chäsi werden bereits jetzt für schulische Zwecke genutzt.

Die Räume der ehemaligen Chäsi werden bereits jetzt für schulische Zwecke genutzt.

HR. Aeschbacher

Am 5. März fand die Einschreibung für den Kindergarten ab Schuljahr 2013/14 statt. Bis auf ein Kind (das Jüngste), werden alle Kinder, welche ab Sommer 2013 schulpflichtig sind, eingeschult. Von der Möglichkeit, ihr Kind um ein Jahr zurückzustellen, machten keine Eltern Gebrauch.

In den Schuljahren 2013/2014 und 2014/2015 besuchen 82 Kinder den Kindergarten, danach sinkt die Schülerzahl wieder. Der Kanton gibt vor, dass über den ganzen Kindergarten einen Durchschnitt von 20 Kindern anzustreben und grundsätzlich Abteilungsgrössen von 16 bis 20 Kindern einzuhalten sind. Werden diese Zahlen überschritten, sind zusätzlich Assistenzlektionen nötig. Kinder in einer Abteilung mit 27 Kindern erhalten 8 Assistenzlektionen, in einer Abteilung mit 28 bis 29 Kindern deren 10. Die Variante mit Assistenzlektionen käme gleich teuer wie die Schaffung einer zusätzlichen Stelle, sprich eines 4. Kindergartens.

Aufgrund der Kinderzahlen befürwortet die Bildungs- und Kulturkommission die Eröffnung eines 4. Kindergartens, befristet auf zwei Jahre. Die Vorabklärung beim Volksschulamt hat ergeben, dass ein entsprechender Antrag bewilligt würde. Als Schulraum ist die ehemalige Chäsi vorgesehen. Da der vierte Kindergarten nur als Provisorium für voraussichtlich zwei Jahre vorgesehen ist, wird nur das Nötigste, wie Stühle, Tische, Schulmaterial etc. angeschafft, dass auch bei der Variante mit Assistenzlektionen nötig wäre. Der Gemeinderat stimmte der Eröffnung eines 4. Kindergartens auf Beginn des Schuljahres 2013/2014, befristet auf zwei Jahre, zu.

Errichtung von Parkverboten

Nachdem die Einführung einer Parkplatzbewirtschaftung über das ganze Gemeindegebiet letztes Jahr nicht weiterverfolgt wurde, beauftragte der Rat die Werkkommission, die Problemstellen und Strassenzüge zu erfassen und mit sinnvollen Massnahmen zu lösen. Als solche werden Folgende erkannt:

Mühlemattstrasse: Die Bewohner der Mehrfamilienhäuser parkieren regelmässig entlang der Dünnern auf öffentlichem Grund. Die abgestellten Fahrzeuge behindern zum Teil auch den Winterdienst.

Bachmattstrasse: Im Bereich der Liegenschaften Nummer 5 bis 9 stehen regelmässig Fahrzeuge entlang des Trottoirs, welche ein Sicherheitsrisiko auf diesem leicht kurvigen Strassenabschnitt darstellen.

Martinstrasse: Auf der Ostseite des Baches sind regelmässig Autos aus umliegenden Liegenschaften parkiert. Diese behindern teilweise den Winterdienst sowie Zufahrten zu angrenzenden Liegenschaften (Einstellhalle Martinstrasse 14 d sowie Parkplatz Martinstrasse 16).

Die Werkkommission empfiehlt, für die Mühlematt- und die Bachmattstrasse ein Parkverbot für beide Strassenseiten einzurichten. Um ein Ausweichen auf den Parkplatz beim Fussballplatz zu verhindern, sei dieser ebenfalls mit einem Parkverbot mit Zusatztafel «ausgenommen für Benützer Schul- und Sportanlagen Mühlematt» zu belegen.

Ostseitig der Martinstrasse entschied die Werkkommission, die teilweise bereits vorhandenen, aber kaum mehr sichtbaren Parkverbotsmarkierungen (gelbe Kreuze) im Zuge der nächsten Markierungsarbeiten in der Gemeinde zu erneuern und zu ergänzen. Sofern diese Markierungen keine Wirkung zeigen, müssen im Rahmen des Projekts «Aufwertung Dorfachse» weitere Massnahmen diskutiert werden.

Lastwagen parken auf Flurwegen

Probleme ergeben sich aus Sicht des Gemeinderates auch an der Oltnerstrasse. LKW-Fahrer benützen den Flurweg nach der Autobahnunterführung seit längerem als Abstellplatz für ihre Anhänger. Dies behindert die Landwirte einerseits in der Zufahrt zu ihrem Land und führt andererseits zu teilweise gefährlichen Verkehrsmanövern. Der Rat sprach sich für die Errichtung von Parkverboten an der Mühlematt-, der Bachmatt- und der Oltnerstrasse aus. Gleichzeitig wurde die Verwaltung angewiesen, die Polizei entsprechend zu informieren und sie gleichzeitig zu beauftragen, die Parkverbote im Ort allgemein häufiger zu kontrollieren.

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