Egerkingen
Altes Chalet wird voraussichtlich abgerissen – kommt dort einst das Schulhausprovisorium hin?

In Egerkingen liegt das Baugesuch für den Abriss eines alten Holzhauses auf. Zunächst soll auf dem Grundstück ein Parkplatz entstehen

Rahel Bühler
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Das alte Chalet in Egerkingen ist abbruchreif. Die Zukunft des Grundstücks ist noch unklar

Das alte Chalet in Egerkingen ist abbruchreif. Die Zukunft des Grundstücks ist noch unklar

Bruno Kissling

Seit 1936 steht am Mühlemattplatz 1 in Egerkingen ein Holzhaus. In der Gemeinde ist es unter dem Namen altes Chalet bekannt. Geht es nach den Plänen der Gemeinde, wird es nicht mehr lange dort stehen: Es befindet sich in einem schlechten Zustand und soll deshalb abgerissen werden. Ein entsprechendes Baugesuch liegt derzeit auf der Bauverwaltung in Egerkingen auf.

Die Abbruchpläne sind nicht neu, wie Egerkingens Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi (FDP) auf Anfrage erklärt: «Wir haben 2019 eine Auswertung aller Immobilien, die der Gemeinde gehören, gemacht.» Das primäre Ziel: Herausfinden, welche Sanierungen und Unterhaltskosten auf die Gemeinde in den nächsten zehn bis 15 Jahren zukommen. Dabei habe man festgestellt, dass es sich beim alten Chalet um ein abbruchreifes Objekt handelt.

Gekauft hatte es die Gemeinde in den 1980er-Jahren. Zuletzt war es vermietet. Seit Ende März 2021 steht es nun leer. Bartholdi: «Wir hatten auch die Idee, aus dem Chalet ein Dorfmuseum zu machen.» Nach einem Besuch vor Ort sei der Gemeinderat von dieser Idee jedoch wieder abgekommen. «Der Sanierungsaufwand wäre unverhältnismässig.» Sie spricht die Heizung oder die Isolation des alten Gebäudes an. Unter Denkmal- oder sonstigem Schutz steht das Gebäude ebenfalls nicht. Deshalb bleibe nur der Abriss.

Der mit Asbest versetzte Teil wurde entsorgt

Vergangene Woche habe man nun bereits den Teil, der mit Asbest versetzt war, fachgerecht entsorgt, sagt die Gemeindepräsidentin weiter. Wenn es keine Einsprachen gegen das Vorhaben gibt, beginnen die Abbrucharbeiten.

Wie die Zukunft des Grundstücks aussehen wird, sei aber noch unklar. Deshalb werde vorerst der Parkplatz, der sich unmittelbar daneben befindet, erweitert. Es könnte aber sein, dass das Grundstück einst für die Schule gebraucht wird: Im vergangenen Herbst lehnte die Gemeindeversammlung das vorgelegte Projekt für das neue Schulhaus ab.

Die neue Arbeitsgruppe ist laut Bartholdi der Auffassung, dass das neue Schulhaus auf dem bestehenden Mühlemattareal gebaut werden muss. «Für die Zeit, in der dies der Fall ist, braucht es ein Provisorium. Dieses könnte am Mühlemattplatz 1 eingerichtet werden.»