Egerkingen
550'000 Franken für zwei Klassenräume - das Stimmvolk entscheidet am 22. März

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung wird bestimmt, ob 25 Schulcontainer beim Kleinfeldschulhaus entstehen werden.

Rahel Bühler
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Die 25 Container sollen unterhalb des Spielplatzes beim Kleinfeldschulhaus (im Bild) in Egerkingen entstehen.

Die 25 Container sollen unterhalb des Spielplatzes beim Kleinfeldschulhaus (im Bild) in Egerkingen entstehen.

Patrick Luethy

Egerkingen braucht zusätzlichen Schulraum. Das ist dem Gemeinderat seit vergangenem Herbst klar. «In diesen Monaten sind viele Familien mit Kleinkindern zugezogen. Deshalb wird der Platz im Kindergarten zu Beginn des neuen Schuljahrs zu klein», sagt Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi (FDP).

Mittlerweile ist auch klar, über welche Summe das Egerkinger Stimmvolk an der eigens dafür einberufenen ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 22. März entscheiden wird: Es sind 550'000 Franken. Bisher war die Rede von 500'000 Franken. «In diesem Betrag war die Einrichtung der Container noch nicht miteinberechnet», erklärt die Gemeindepräsidentin. Deshalb hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom Mittwoch diesen Zusatz in den Kreditantrag aufgenommen. Man wolle keine Salamitaktik fahren, sondern den Maximalbetrag von Anfang an offenlegen.

Auch der Kauf von Occasionen ist ein Thema

Auch bereits definiert sind Standort und Grösse: Die 25 Container sollen unterhalb des Spielplatzes beim Kleinfeldschulhaus platziert werden. Jeder Container umfasst 15 Quadratmeter. So bieten sie Platz für zwei Kindergartenklassen mit Gruppenräumen und Toiletten. Offen ist jedoch noch, ob der Gemeinderat an der Versammlung den Kauf von neuen Containern oder Occasionen vorschlägt. Dies soll die Kommission für öffentliche Bauten nun abklären. Laut Bartholdi sind Occasionen günstiger. An der Versammlung werde dann entsprechend informiert.

«Es ist auch für den Gemeinderat unbefriedigend, dass wir erst kurz vor der Gemeindeversammlung genau wissen, welchen Antrag wir dem Souverän vorlegen werden. Aber unser Ziel ist es, die Container kostengünstig anzuschaffen.»

«Es ist auch für den Gemeinderat unbefriedigend, dass wir erst kurz vor der Gemeindeversammlung genau wissen, welchen Antrag wir dem Souverän vorlegen werden. Aber unser Ziel ist es, die Container kostengünstig anzuschaffen.»

Was passiert, wenn die Stimmberechtigten den Kredit ablehnen? Dann muss die Gemeinde abklären, ob sie die Container auch mieten könnte.

Egerkingen wird an besagter Versammlung noch über ein weiteres Traktandum entscheiden: Die Gemeinde möchte die Parzelle zwischen Neumatt- und Bannstrasse, südlich der Dünnern, für vier Millionen Franken kaufen. Dieser Betrag habe sich nicht verändert, so Bartholdi. Das Grundstück ist 17341 Quadratmeter gross. Kurzfristige Pläne, wofür es einst genutzt werden soll, gibt es noch nicht.

So stimmt der Souverän in knapp zwei Wochen über total 4,5 Millionen Franken ab.

Die Postfiliale soll im September ein Lifting erhalten

Auch bezüglich Poststelle im Dorf gibt es Neuigkeiten: Ende 2020 bemängelte die Gemeinde in einem Brief an die Post die langen Wartezeiten in der Filiale. Zuvor hatten dies Privat- und Geschäftskunden bei der Gemeinde gemeldet. Im Januar fand ein Gespräch zwischen Gemeindepräsidentin, Filialleiter-in und Regionenleiter statt. «Sie haben uns Besserung zugesichert», bilanziert die Gemeindepräsidentin.

So wolle die Filiale individuelle Lösungen für Geschäftskunden finden. Das könnten zum Beispiel Postfächer sein. Zudem soll die Poststelle im September umgebaut werden. Eine Schliessung sei also nicht in Sicht.