Die fünfte Jahreszeit ist vorbei, schon stehen wieder Schoko-Hasen und Zucker-Eili in den Regalen der Supermärkte. Nur vereinzelte Konfetti auf den Strassen erinnern noch an die vergangene Fasnacht, welche diese Woche ihr Ende nahm. Doch in den Erinnerungen der hiesigen Obernarren ist die intensive Woche noch sehr präsent.

Diverse Umzüge, Chesslete, Maskenbälle und Guggenkonzerte dominierten die diesjährige Fasnacht. Insgesamt vier Obernarren brachte die Region Thal-Gäu hervor: Jessica aus Welschenrohr, Gregor I. aus Wolfwil, Ruedi II. aus Mümliswil-Ramiswil und Jere I. aus Egerkingen.

«Im Grossen und Ganzen bin ich sehr zufrieden damit, wie die diesjährige Fasnacht verlaufen ist», erzählt Jere I. aus Egerkingen. «Trotz den Sportferien haben zahlreiche Fasnächtlerinnen und Fasnächtler teilgenommen und für eine tolle Atmosphäre gesorgt.»

Dass in den Sportferien viele Familien wegfuhren, merkte man am Gäuer Umzug in Wolfwil schon eher: «Eg hätt eigentli scho chli meh erwartet», gibt Obernarr Gregor I. zu. Einerseits läge das sicherlich an den Schulferien, andererseits habe aber auch das Wetter nicht sonderlich mitgespielt. «Aber diejenigen, die da waren, haben super mitgemacht. Das freut mich umso mehr», fügt der Wolfwiler Obernarr an.

Auch das angrenzende Fulenbach im Aaregäu merkte am Umzug, dass weniger Leute am Strassenrand standen. «Wir hatten sicher schon mehr, aber auch schon weniger Besucher», meint Stirni I., Fulenbachs Obernarr. «Wer in Fulenbach nicht an der Fasnacht mitmacht, der steht dafür am Strassenrand», so der Obernarr weiter.

Gefreut hat die Fasnächtler ausserdem die hohe Medienpräsenz, vertreten durch Radiosender, das Fernsehen und selbstverständlich diese Zeitung. Die drei Obernarren sind sich einig: Trotz der Kälte, dem Regen und den ungünstig gelegenen Schulferien war auch die diesjährige Fasnacht wieder ein Highlight.

Anstrengende Zeit geht weiter

«Es war schon eine anstrengende Zeit», gibt Jere I. zu. «Mir ist klar geworden, welch grosser Aufwand eine Fasnacht bedeutet.» Dem stimmen auch die anderen beiden Obernarren zu: «Sonst habe ich an der Fasnacht immer meine Gruppe dabei. Als Obernarr steht man alleine im Vordergrund», erklärt Gregor I. und hängt lachend an: «Mir droht das nächstes Jahr schon wieder. Ich habe ja eine zweijährige Amtszeit.»

Doch ganz zu Ende, ist die Zeit der Obernarren nicht. «Erst in zwei Wochen holt mich dann wieder der Alltag ein», erzählt Gregor I. schmunzelnd. Auch Jere I. gibt sein Amt noch nicht vollständig ab: «Die riesige Menge am Langenthaler Umzug wird mich wohl noch erschlagen.» Erst nach der Berner Fasnacht wird wieder Ruhe um die Obernarren einkehren.