Oensingen
Effizienz der Kläranlage Falkenstein gesteigert

Die Delegierten des Zweckverband Abwasserregion Falkenstein (ZAF) genehmigten an der 112. Delegiertenversammlung die Rechnung 2017 sowie die neue Dienst- und Gehaltsordnung.

Peter Wetzel
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Betriebsleiter Markus Bieli (grünes T-Shirt) erklärt den interessierten Delegierten die Abläufe in der ARA Falkenstein.

Betriebsleiter Markus Bieli (grünes T-Shirt) erklärt den interessierten Delegierten die Abläufe in der ARA Falkenstein.

Peter Wetzel

Eine schöne Anzahl Delegierter des ZAF besichtigten vor der 112 Delegiertenversammlung die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Falkenstein. Geführt wurde der informative Rundgang durch Betriebsleiter Markus Bieli. Das Interesse für seine Ausführungen war gross, davon zeugten die zahlreich gestellten Fragen.

Die Anlage in Oensingen sei 1976 in Betrieb genommen worden. Gemäss dem Einwohnergleichwert seien heute rund 33'000 Einwohner angeschlossen. Die Anlage funktioniere sehr gut, einzig bei den Nachklärbecken sei man am Anschlag, erklärte Bieli unter anderem. Die Becken seien zu wenig tief.

ZAF-Präsident Enzo Cessotto eröffnete die Delegiertenversammlung im Sitzungsraum der ARA. Betriebsleiter Markus Bieli hob in seinem Kurzbericht die guten Abbauleistungen der Anlage hervor. Die Reinigungsleistung der Kläranlage sei sehr gut. Bezüglich der Reinigungsleistung des Gesamtstickstoffes habe man sich im Vergleich zum Vorjahr von 54 auf 68 Porzent steigern können. Im Jahr 2017 seien 30'845 Kubikmeter Frischschlamm verarbeitet worden. Darin war eine Flotatmenge der Firma Bell von 7808 Kubikmeter enthalten. Der ARA-Bern und der ARA-Rhein seien 8557 Kubikmeter Flüssigschlamm zugeführt worden. Bei den Arbeiten der 3. Etappe am Kanalnetz wurde in der Klus und südlich des Augstbaches im Gebiet Geissgässli gearbeitet.

Gemäss Jahresbericht wurden 2017 insgesamt 4,692 Millionen Kubikmeter Abwasser verarbeitet. Das sind 16 Prozent weniger als 2016. Die Begründung liegt im trockenen Jahr 2017. Der Tagesmittelwert beim Zulauf betrug 12'855 Kubikmeter. Im Bereich Gashaushalt konnte die ARA gegenüber dem Vorjahr 101'010 Nm3 (Normvolumen) mehr Gas an die Kompogas liefern, was einer Steigerung von 12,5 Prozent entspricht.

Verwalter Hansjörg Jorns von der Jorns Treuhand AG Oensingen erläuterte die Rechnung 2017. Bei einem Gesamtaufwand von 1,978 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 618'900 Franken resultiert ein Defizit von 1,359 Millionen Franken. Das Budget 2017 sah ein solches von 1,366 Millionen Franken vor. Somit schliesst die Rechnung 2017 um 7445 Franken besser ab als budgetiert. Die Kostenübertragung an die Verbandsgemeinden beträgt somit 1,359 Millionen Franken. Investitionen wurden keine getätigt.

Die bisherige Dienst- und Gehaltsordnung (DGO) des ZAF stammt aus dem Jahr 2009, wie Kurt Bloch berichtete. Diese musste demzufolge überarbeitet und nach den Richtlinien des Kantons angepasst und modernisiert werden. Einstimmig wurde der revidierten DGO zugestimmt.

Enzo Cessotto konnte vier Dienstaltersehrungen bekannt geben: Adrian Schaad (4 Jahre), Georg Schellenberg (8), Markus Bieli (12) und Edith Uebelhart-Jeggli (16). Die Exkursion der Delegierten führt dieses Jahr am 7. Juli zu den Anlagen der Pro Rehno in Basel.