Am kommenden Sonntag, 21. Juni, kommt es zur 13. Austragung des Internationalen Rollstuhlmarathons. Dieser alle zwei Jahre stattfindende Anlass hat Tradition und lockt die besten Rollstuhlathleten aus aller Welt ins Gäu. «Dieses Jahr ganz besonders», sagt Topathlet Heinz Frei: «Wir befinden uns in einem vorolympischen Jahr und da müssen alle Athleten sehr früh um Quotenplätze und Selektionen kämpfen.» Einen Tag vorher kommt es im solothurnischen Recherswil zu einem Paracycling-Einzelzeitfahren. 

Der Internationale Rollstuhlmarathon zieht nicht nur alle zwei Jahre die Weltelite in die Gäuer Metropole, sondern ist auch für Prominenz aus Sport und Politik ganz allgemein zu einem bedeutenden Anlass geworden. 2011 war kein Geringerer als Sportminister Ueli Maurer Ehrenstarter und genoss die ganz besondere Rennatmosphäre.

Vor zwei Jahren kam Schwinger-Ass Matthias Sempach nach Oensingen und dieses Jahr wird die ehemalige und erfolgreiche Rollstuhl-Athletin Edith Wolf-Hunkeler als Ehrenstarterin vor Ort sein. Die mehrfache Europameisterin und Goldmedaillengewinnerin an Paralympics wurde für ihre Leistungen sieben Mal zur Schweizer Behindertensportlerin des Jahres gewählt.

Start erfolgt um 10 Uhr

Der Rundkurs in Oensingen führt über Oberbuchsiten, Neuendorf, Niederbuchsiten, Kestenholz und zurück nach Oensingen. Die Strecke wird je nach Kategorie bis zu sechs Mal absolviert. Für die 70 Kilometer in Handbike benötigen die besten Athleten weniger als zwei Stunden. Start der ersten Kategorien erfolgen am Sonntag um 10 Uhr. Das Rennende ist auf 14 Uhr angesetzt.

2016 finden in Rio de Janeiro die Paralympics statt. Bereits diesen Sommer, vom 29. Juli bis 2. August werden die weltbesten Athleten im luzernischen Nottwil an den Weltmeisterschaften mit dabei sein. Das ist der Grund, dass viele Topcracks auch nach Oensingen reisen und bei dieser Gelegenheit eine Stippvisite am Sempachersee machen, um sich ein Bild über die WM-Strecke zu verschaffen. (mgt)