Aedermannsdorf/Herbetswil
Durch die Fusion zum grössten Schützenverein im Kanton

Die Schützenvereine der beiden Dörfer Aedermannsdorf und Herbetswil haben fusioniert. Eine langjährige Zusammenarbeit erreicht damit ihren Höhepunkt.

Sven Altermatt
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Der neue Verein hat 66 Lizenzen inne und ist diesbezüglich die grösste Schützengesellschaft im Kanton Solothurn. (Symbolbild)

Der neue Verein hat 66 Lizenzen inne und ist diesbezüglich die grösste Schützengesellschaft im Kanton Solothurn. (Symbolbild)

Hansruedi Riesen

Verlobt waren sie schon lange, am Samstag gingen sie den Bund der Ehe ein: Die Sportschützen Herbetswil und die Schützengesellschaft Aedermannsdorf haben fusioniert. Der neue Verein nennt sich Sportschützen Aedermannsdorf/Herbetswil. Er ist ziemlich schlagkräftig, wie sich an der Gründungsversammlung zeigte: Der Saal im Aedermannsdörfer Restaurant Schlüssel war bis auf den letzten Platz besetzt.

Tatsächlich hat der neue Verein 66 Lizenzen inne und ist diesbezüglich die grösste Schützengesellschaft im Kanton Solothurn. «Das ist ein schöner Nebeneffekt der Fusion», erklärte Christoph Altermatt.

Er war bisher Präsident der Sportschützen Herbetswil und übernimmt diese Funktion auch im neuen Verein. Die gemeinsame Geschichte der beiden Schützenvereine begann im November 1996. Seitdem nutzen die Vereine nämlich zusammen die 300-Meter-Schiessanlage in Aedermannsdorf.

Christoph Altermatt (l.) ist Präsident des neuen Vereins, Urs Strähl war letzter Präsident der Schützengesellschaft Aedermannsdorf.

Christoph Altermatt (l.) ist Präsident des neuen Vereins, Urs Strähl war letzter Präsident der Schützengesellschaft Aedermannsdorf.

Sven Altermatt

Profitieren aus sportlicher Sicht

Vorerst beschränkte sich die Zusammenarbeit auf Trainings und Jungschützenkurse. So richtig gerne bekamen sich die Vereine, als sie 2001 zusammen das kantonale Schützenfest organisierten. Fortan richteten sie das Eröffnungsschiessen zum Saisonauftakt gemeinsam aus. «Vor drei Jahren begann dann die Idee einer Fusion zu reifen», erzählte Altermatt.

In beiden Vereinen sei es schwieriger geworden, alle Vorstandsämter zu besetzen. Und auch in sportlicher Hinsicht wollen die Verantwortlichen von Synergien profitieren: Die Herbetswiler Schützen sind auf die 10- und 50-Meter-Distanz spezialisiert, während ihre Aedermannsdörfer Kollegen vor allem im 300-Meter-Bereich auftrumpfen.

Jeder Verein habe eine Mitgift in die Ehe eingebracht, sagte Altermatt. «Infrastrukturmässig sind wir gut aufgestellt.» Eine Vereinsfusion geht nicht ohne Aufwand über die Bühne. Es galt, Dutzende Reglemente, Statuten und Vorschriften anzupassen. Damit alles seine Ordnung hat, führte Marcel Studhalter als Tagungspräsident durch die Versammlung.

Der Abteilungsleiter beim Solothurner Schiesssportverband hatte einen leichten Job: Nur ein Geschäft sorgte überhaupt erst für Diskussionen, alle anderen Beschlüsse wurden einstimmig und ohne Wortmeldungen gefällt. Bei der Wahl des neuen Vereinsnamens standen zwei Vorschläge im Raum: 49 Mitglieder votierten für den Namen Sportschützen Aedermannsdorf/Herbetswil, 7 Mitglieder für Schützenverein Aedermannsdorf/Herbetswil. Damit war die Sache eindeutig.