«Das vergangene Jahr der Feuerwehr Egerkingen war eher ein Ruhiges.» Mit diesen Worten fasste Kommandant Daniel Graf während der Hauptübung am vergangenen Samstag ein weiteres erfolgreiches Jahr zusammen. Mit verschiedenen Postenarbeiten und einer Einsatzübung wurde den Besuchern zudem der Innenangriff bei einem Brand nähergebracht.

Anfänglich stellte die Feuerwehr Egerkingen drei verschiedene Postenarbeiten vor. Diese waren gegliedert in einen Atemschutz-Parcours, einen Posten mit der Wärmebildkamera und einen mit dem Lüfter. Danach zeigten die Anwesenden Einsatzkräfte mittels einer Übung ihr Können.

So konnten die Besucher nachvollziehen, was während eines Brands im Innern des Gebäudes vor sich geht. Ein spannender Einblick. Denn dieser bleibt Aussenstehenden im Normalfall verwehrt. Nach der Einsatzübung wurden die Besucher zu einem Apéro eingeladen, bevor die Hauptübung mit der Schlussbesprechung abgeschlossen wurde.

Drei Einsätze bleiben unvergessen

In Erinnerung bleiben werden Daniel Graf vor allem drei spezielle Einsätze. Den Ersten hatte die Feuerwehr Egerkingen im vergangenen Oktober im Gäupark zu leisten. Dort mussten sie wegen eines brennenden Fotokastens beim Haupteingang ausrücken. Der Brand konnte glücklicherweise schnell gelöscht werden. Zu kämpfen hatte die Feuerwehr jedoch mit dem entstandenen Rauch. Um diesen loszuwerden, wurde der mobile Grosslüfter der Feuerwehr Oensingen eingesetzt.

Ein zweiter Einsatz, welcher der Feuerwehr in Erinnerung bleiben wird, war ein Verkehrsunfall auf der Fridaustrasse, bei welchem ein Pneulader von der Strasse abgekommen und gekippt ist. Der Fahrer musste aus dem umgekippten Fahrzeug geborgen werden. Dies geschah mithilfe der Strassenrettung Oensingen und dem Rettungsdienst.

Der dritte solcher Einsätze ist auf ein Gewitter zurückzuführen. Im Alten Schützenhaus zwischen Egerkingen und Oberbuchsiten schlug ein Blitz ein, der infolge auf dem Dach einige Schäden verursachte. Die Einsatzkräfte mussten deshalb vorerst ein Notdach errichten.

Nebst anderen Einsätzen haben sich diese in das Gedächtnis der Einsatzkräfte gebrannt. Zu insgesamt 41 solcher Einsätze musste die Feuerwehr Egerkingen im vergangenen Jahr ausrücken. Diese ergeben zusammen 522 Einsatzstunden. Zudem wurden 41 Übungen und 12 Pflichtfahrten abgehalten.

Nahe an der Perfektion

An der letzten Rekrutierung konnten sieben neue Feuerwehrkameraden eingeteilt werden. Austritte sind zwei zu verzeichnen: Martin Rohrer hat die Feuerwehr bereits während dem Jahr verlassen. Per Ende Jahr, sprich per Hauptübung, verlässt auch der Gruppenführer Simon Steiner die Gemeinde Egerkingen. Der Bestand der Feuerwehr Egerkingen beläuft sich per 21. Oktober auf 45 Angehörige.

Befördern durfte Graf drei Soldaten zu Gefreiten. Es sind dies: Dean Mollet, Louis Schneider und Dominik Studer. Remigio Candela ist neu Oberleutnant. Für 25 Jahre Feuerwehrdienst durfte zudem Roland Nünlist ausgezeichnet werden. Wie jedes Jahr wurden auch diejenigen ausgezeichnet, welche 90 Prozent und mehr Übungsbesuch vorzuweisen haben. Bei der Feuerwehr Egerkingen waren es dieses Jahr 20 Personen. Drei Angehörige der Feuerwehr glänzten mit vollen 100 Prozent.

Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi ist sichtlich stolz auf die Feuerwehr Egerkingen. Nebst den Grussworten, welche sie seitens der Gemeinde überbrachte, lobte sie die Frauen und Männer mit folgenden Worten: «Niemand ist perfekt, doch als Angehöriger der Feuerwehr Egerkingen ist man sehr nahe dran.»