Vor einem Monat hatte sich der Gemeinderat noch gegen eine Teilnahme an der auf Jugendliche ausgerichteten Internetplattform «easyvote» ausgesprochen. Nun kam der Rat auf seinen Entscheid zurück.

Die «easyvote»-Abstimmungshilfe informiert einfach, verständlich und politisch neutral über kantonale und nationale Abstimmungsvorlagen sowie Wahlen. Per Facebook, Twitter und Website sensibilisiert «easyvote» Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren zur Teilnahme an Abstimmungen und Wahlen. Der Gemeinderat schätzte zuerst den Nutzen von «easyvote» gegenüber den hohen Kosten als gering ein.

Nun stellte sich heraus, dass «easyvote» nicht wie angenommen fünf Franken pro Person und Abstimmung kostet, sondern pro Person und Jahr. Basierend auf den aktuell 235 stimmberechtigten jungen Leuten in Egerkingen, belaufen sich die Kosten damit jährlich inklusive Mehrwertsteuer auf 1269 Franken. Der Gemeinderat stimmte unter diesen neuen Voraussetzungen zu, befristet für ein Jahr als Testphase.

Asylzentrum läuft problemlos

Der Gemeinderat nahm positiv zur Kenntnis, dass der Betrieb des Asylzentrums Fridau bisher problemlos verläuft. An der Sitzung der Begleitgruppe wurde seitens des Kantons nochmals bekräftigt, dass in Egerkingen keine Kinder eingeschult werden. Die aktuell rund 20 Kinder aus den Durchgangszentren in Egerkingen und Oberbuchsiten werden in Solothurn unterrichtet.

Ebenfalls gut angelaufen sind die Beschäftigungsprojekte, unter andrem die Anti-Littering-Aktion auf dem Gemeindegebiet. Motivierte Helfer des Asylzentrums Fridau unterstützen den Werkhof Egerkingen auf zwei Routen bei seinen Bemühungen für ein sauberes Dorf und übernehmen freiwillig Reinigungsarbeiten.

Im Frühjahr 2015 ist im Asylzentrum für die Öffentlichkeit ein «Tag der offenen Tür» geplant. Der genaue Termin wird noch kommuniziert. (ebe)