Die Rinne ist eingebaut am südlichen Trottoirrand an der Kantonsstrasse mitten in Oensingen. Sie war beim Umbau der Kantonsstrasse nötig geworden und soll verhindern, dass Meteorwasser in das Roggenparkareal fliesst (wir berichteten). In einer «Vereinbarung zwischen dem Staat Solothurn und der Einwohnergemeinde Oensingen», die dem Gemeinderat zur Verabschiedung vorlag, sollten Besitz und Zuständigkeit geregelt werden. Doch das Geschäft wurde verschoben. Es kamen Unklarheiten zutage: Wem gehört die Rinne, und wo verläuft die Grenze?

Noch mehr Aufwand verhindert

In der Sitzung vom letzten Montag nun konnte der Gemeinderat eine überarbeitete Vereinbarung verabschieden und damit verhindern, dass das rund hundert Seiten umfassende und notariell beglaubigte Vertragswerk zum Roggenpark geändert werden musste. Der Grund: Bei der Vermarkung hatte der Geometer Widersprüche zwischen dem Vertrag und der Vereinbarung entdeckt. Diese Differenzen konnten, wie Gemeindepräsident Markus Flury berichtete, relativ einfach ausgeräumt werden, nämlich mit einem Augenschein zusammen mit Hansruedi Stucki von BSB und Partner sowie Theo Frei, Leiter Kreisbauamt II. Nun ist festgelegt: Die Schlitzrinne liegt zwar auf dem Trottoirareal der Kantonsstrasse, ist aber Eigentum der Einwohnergemeinde Oensingen, und diese sorgt auch für den Unterhalt. (wak)