Däniken

Doch kein Abriss: Bahnhof Däniken soll hindernisfrei umgebaut werden

Mit dem Ortsbus an den Bahnhof: Der Zugang zum Bahnsteig soll künftig hindernisfrei möglich sein.

Mit dem Ortsbus an den Bahnhof: Der Zugang zum Bahnsteig soll künftig hindernisfrei möglich sein.

Der Gemeinderat Däniken fordert von der SBB, dass der Bahnhof hindernisfrei umgebaut wird. Die SBB zeigen Verständnis für dieses Anliegen. Noch vor ein paar Monaten wollten die SBB den Bahnhof ganz abreissen.

Auf Einladung des Gemeinderats war in Däniken eine vierköpfige SBB-Delegation vorstellig geworden. Dabei zeigte Thomas Schweizer Verständnis dafür, dass man aufseiten der Gemeinde nicht begeistert ist, wenn 800 Millionen Franken in den Fernverkehr investiert und gleichzeitig die Bahnhöfe auf der Strecke Olten-Aarau vernachlässigt werden. Schweizer ist Gesamtprojektleiter SBB-Infrastruktur und zuständig für den 4-Spur-Ausbau Olten-Aarau und den Eppenbergtunnel.

Wie der Gemeinderat mitteilt, wurde mit den SBB-Vertretern vereinbart, umgehend eine gemeinsame Projektgruppe ins Leben zu rufen. Diese hat den Auftrag, Vorschläge auszuarbeiten, wie der Bahnhof Däniken hindernisfrei wird. Zudem soll der Abbruch des Bahnhofsgebäudes wieder aufs Tapet kommen, befindet es sich doch, so der Gemeinderat, «in einem äusserst bedenklichen Zustand». Ziel sei die Errichtung eines provisorischen Pavillons mit integriertem Kiosk. Das Bahnhofareal soll deutlich aufgewertet werden.

Gemeindepräsident Gery Meier erwartet von den SBB klare Aussagen zu den entsprechenden Planungsschritten noch vor Ablauf der öffentlichen Auflage des Projektes «Eppenbergtunnel», die vom 29. April bis 28. Mai stattfinden wird.

Die SBB änderten Pläne

In letzter Zeit hatte es mit den SBB diverse Kommunikationsprobleme gegeben. So waren die Behörden vor ein paar Monaten noch dahingehend informiert worden, dass der Bahnhof Däniken abgerissen und behindertengerecht ausgebaut werden solle. Zudem war vorgesehen, die Umgebung neu zu gestalten. So hatte es Gemeindepräsident Gery Meier denn auch anlässlich einer Gemeindeversammlung und via Medien kommuniziert.

Plötzlich war dem aber nicht mehr so. Der Bahnhof, der sich gemäss Gemeinderat in einem desolaten und nicht einladenden Zustand befindet, sollte bis ins Jahr 2020 stehen bleiben. Zudem wurden das Bahnhofgebäude Däniken sowie das Gleis 1, das nach der Inbetriebnahme des Eppenbergtunnels nicht mehr genutzt wird, aus dem Projekt «Eppenbergtunnel» genommen.

Dies würde bedeuten, dass das Bahnhofareal nicht behindertengerecht gestaltet würde und der bedenkliche Zustand des Bahnhofs für längere Zeit bestehen bliebe. Dafür hatte der Gemeinderat kein Verständnis, entsprechend gross waren der Ärger und die Kritik, die am Treffen deutlich wurde.

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