Härkingen
Diskussionsrunde: Wie soll das Dorf aussehen?

Engagierte Einwohner befassten sich am Freitag und am Samstag in der Mehrzweckhalle mit der Zukunft von Härkingen. In die Zukunftskonferenz konnte jeder seine persönliche Meinung äussern, Ideen und Visionen einbringen und so die Zukunft mitgestalten.

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Blick in die Zukunftskonferenz: Sich ernsthaft einem Thema widmen, heisst nicht, dass dabei nicht gelacht werden darf.

Blick in die Zukunftskonferenz: Sich ernsthaft einem Thema widmen, heisst nicht, dass dabei nicht gelacht werden darf.

zvg

In der Mehrzweckhalle wird an einem Freitagabend und einem Samstagvormittag gemeinsam diskutiert und analysiert. Rund 50 Personen beschäftigen sich mit Fragen wie «Worauf sind wir stolz? Was bedauern wir?», «Wo soll Härkingen hinsteuern?» oder «Was muss passieren, damit Härkingen sich so entwickelt, wie wir es wollen?»

Man hört ähnliche, oft aber auch ganz unterschiedliche Standpunkte, denn jede Meinung ist gefragt. Es gibt in jeder Gruppe jemand, der die Diskussion leitet, jemand der alles auf Flipcharts festhält und jemand, der die Ergebnisse im Plenum vorstellt. Wir sind mitten drin in der Zukunftskonferenz zum räumlichen Leitbild von Härkingen. Gemeindepräsident Daniel Nützi erklärt, es gehe darum, eine gemeinsame Zukunft für die Gemeinde Härkingen zu entwickeln.

Wer vertritt was?

Dann übernehmen Monika Kuster und Thomas Ledermann von der Firma BSB + Partner in Oensingen das Wort. Als Aufwärmübung sollen sich die Anwesenden zu verschiedenen Fragen im Raum verteilen. Man möchte von den Teilnehmenden wissen, wo diese wohnen, welche Interessen sie vertreten und wie man die Gemeinde heute wahrnimmt. In der Turnhalle sind dazu Bilder zu sehen. Auf einem erkennt man mehrere ältere Personen auf einer Bank sitzend und miteinander diskutierend. Eine Dame meint, es habe sich vieles verändert in Härkingen. Vor allem habe der viele Verkehr dazu beigetragen. Der Verkehr bleibt auch in den nachfolgenden Gruppenphasen ein Thema. Aber nicht nur. Die Anwesenden interessieren sich auch für das Bevölkerungswachstum und wie Landwirtschaftsland dabei geschont werden soll, wie das Dorf belebt werden kann, für die nachhaltige Energieversorgung und den Naturschutz, aber auch für die Finanzen der Gemeinde.

Schliesslich ist die Turnhalle bunt gestaltet mit zahlreichen Ideen und Visionen auf Papier für das Härkingen im Jahr 2030. Ein sichtlich zufriedener René Luppi, Präsident der Planungskommission, schliesst die Veranstaltung mit Dank an alle Teilnehmenden. Es wurde viel gearbeitet, aber es konnte auch gelacht werden. Dann zum Beispiel wenn die Idee einer neuen «Waldbadi» vorgestellt oder das Dorfzentrum von Härkingen für verkehrsfrei erklärt wurde.

Zum Schluss scheint klar, die Zukunftskonferenz war ein voller Erfolg. Man hat sich ausgetauscht, als Team Vorstellungen zur Entwicklung der Gemeinde erarbeitet und fand auch Zeit, sich näher kennen zu lernen und um zusammen zu lachen. (mk)

Der erste Schritt ist der Wichtigste

Das räumliche Leitbild bildet den ersten und wichtigsten Schritt zur Revision der Ortsplanung. In Leitsätzen und Leitbildplänen wird in Grundsätzen festgehalten, wo der Boden in Zukunft wie genutzt werden soll (Zeithorizont: 15 bis 20 Jahre). Der Gemeinderat von Härkingen hat zur Erarbeitung des räumlichen Leitbildes eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Diese fasst alle Ideen und Visionen der Zukunftskonferenz und Zielvorstellungen in Leitsätzen und -plänen zusammen. Der Bevölkerung werden diese Ergebnisse dann vorgestellt. So wird erneut die Möglichkeit geboten, an der Entwicklung der Gemeinde mitzuwirken. Später wird der Kanton zu den Inhalten Stellung nehmen. Die Genehmigung erfolgt durch die Gemeindeversammlung, voraussichtlich im Sommer 2016. (mko)

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