«Ich kann es mir nicht erklären», meinte der damalige OK-Präsident Emil Lämmle im Jahr 2015, als der Traum der Regio Mäss im Gäu bergab ging. Nur gerade knapp 20 interessierte Aussteller meldeten sich damals für die Gewerbeausstellung an. Zu wenig, um den Anlass durchführen zu können. Denn für die erfolgreiche Durchführung hätten es mindestens 40 derer Gewerbe sein sollen.

Drei Jahre später wagen die Veranstalter um den Verband KMU & Gewerbe Gäu erneut einen Versuch. Diesmal mit Erfolg: Bereits 57 Aussteller haben sich für die Regio Mäss Gäu vom 13. bis 15. April in der Dorfhalle in Neuendorf angemeldet. Mehr als doppelt so viele wie vor drei Jahren. Nebst einigen ausserkantonalen Unternehmen wie beispielsweise dem IG Passivhaus Schweiz aus Hüttwilen oder Curau aus Weinfelden, beide aus dem Kanton Thurgau, sind ein Grossteil der Aussteller regional angesiedelt.

Zusammenarbeit im Team

Präsident Roman Berger, welcher das Amt von Lämmle übernommen hat, ist sich sicher: «Dieses Mal klappt alles so, wie wir uns das vorgestellt haben.» Wieso es denn vor drei Jahren nicht auch bereits funktioniert habe? «Ich will nicht zurückschauen, sondern mich nach vorne orientieren», gibt der Präsident bestimmt zurück. Was das neu zusammengestellte Organisationskomitee dieses Mal jedoch geändert habe, sei die Kommunikationspolitik.

Das OK sei die Unternehmen jeweils direkt angegangen, wodurch sich eine persönlichere Zusammenarbeit entwickeln konnte. «Wir haben mehr akquiriert, mehr nachgefragt, sind aktiver gewesen», erklärt Berger. Wohl aus diesem Grund gestalte sich die Zusammenarbeit zwischen Komitee und Unternehmen jetzt besser als vor drei Jahren.

Ausserdem funktioniere die Arbeit im Team untereinander einwandfrei und die Kommunikation sei sehr gut. «In so einem Team zu arbeiten, macht die ganze Arbeit viel leichter», lobt Präsident Berger seine Komitee-Kollegen. Als Motivation für das ganze Team wirke die Präsentation und damit die Bekanntmachung der einheimischen Gewerbebetriebe.

Für den Präsidenten ist die Unterstützung der regionalen Unternehmen auch aus Gründen der Nachhaltigkeit von grosser Bedeutung. «Das kommt dann auch zurück, wenn die nächste Generation Lehrstellen sucht.» Diese sollten sie wenn möglich auch hier in der Region finden, statt weiter wegziehen zu müssen, weil das hiesige Gewerbe nicht mehr konkurrenzfähig sei und deshalb keine Lehrstellen anbieten könne. «Die eine Hand füttert die andere», fasst Berger zusammen.

Ohne Sponsoren geht es nicht

Die Liste der im Gäu angesiedelten Gewerbetreibenden, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe ist lang. Um die Gewerbeausstellung noch attraktiver zu gestalten, stehen ebenso Berufsverbände, öffentliche Institutionen sowie Vereine und Organisationen, welche sich der Öffentlichkeit präsentieren, im Fokus verschiedener Aussteller. «Eine bunte Durchmischung der einzelnen Berufssparten steigert zudem die Attraktivität für die einzelnen Besucher», ist sich Berger sicher.

Die Regio Mäss Gäu wird von mehreren grösseren und kleineren Sponsoren unterstützt, wie Berger bemerkt. «Ohne Sponsoren hätten wir wieder alles abblasen müssen», gibt der OK-Präsident zu bedenken. Auch bereits geregelt sei das Parkplatzkonzept am Anlass. «Es gibt einen Aussenparkplatz, der von einem Shuttle bedient wird», erklärt der Präsident. Die nächsten grösseren Hürden werden folglich nur noch die Zusammenstellung des Programms und der Aufbau der Infrastruktur sein.