Das attraktive Kulturprogramm aber war nur ein Teil des ganzen Erlebnisses.

Hoch oben auf der Kohliweid, am Waldrand der Gemeinde Starrkirch-Wil, inmitten von Obstbäumen gelegen, von schönstem Wetter verwöhnt, genossen die Besucher eine ganz spezielle Atmosphäre.

Das offene Ambiente des «Café Roulotte» lud ein, bei einem kühlen Bier interessante Menschen kennenzulernen, an der Sonne zu entspannen und einen Moment innezuhalten, während unweit entfernt beste Crépes zubereitet wurden.

Die Künstler Patrizia Maag, Christoph Schelbert und Jörg Mollet haben auf derselben Weide, unterhalb der Schrebergärten, vor und während den vier Tagen einen surrealen Raum im Freien geschaffen, der Elemente der Schrebergärten aufnimmt und mit zusammengesetzten Möbelstücken neu interpretiert.

Der entstandene «Schrebers Schlossgarten» war Blickfang und Garten zugleich. Jung und Alt schlenderten durch die locker angeordneten Kreationen, Kinder spielten unter den Obstbäumen und am Abend erschien der im Dunkel beleuchtete neu geschaffene (Kunst-)Raum wie die anmutende Landschaft einer unbekannten Parallelwelt.

Die Sonne, das durchmischte Volk, die Gemütlichkeit, das lockere Rahmenprogramm vor und nach den hochkarätigen Aufführungen im Zelt sowie diese schreberschen Sommernachtsträume im «Garten» liessen die Gäste während vier Tagen staunen, geniessen und entspannen.

Die Frage, ob dieses Festival wiederholt würde, blieb unbeantwortet. Es lässt sich nur darauf freuen, welch Kulturerlebnis die Initiantin, die Kulturstiftung Starrkirch-Wil, in zwei Jahren wieder hervorzaubert.

Rückblick auf ein abwechslungsreiches und überraschendes Kleinkunstfestival in Starrkirch-Wil.