Oensingen
Diese Alphornklänge sorgten bei Jung und Alt für Begeisterung

Alphornbläser gaben sich im Bienkensaal bereits zum neunten Mal ein Stelldichein. Ein besonders Highlight war dabei der Auftritt von Arkady Shilkloper aus Moldavien. Auch die Solistin Lisa Stoll sorgte für Begeisterung.

Heinz Baumann
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Oberaargauer Alphornbläser in Concert im Bienkensaal in Oensingen.

Oberaargauer Alphornbläser in Concert im Bienkensaal in Oensingen.

Markus Müller

In Scharen kamen die Zuhörer am Samstag in den Bienkensaal in Oensingen. Mit «Alphorn in Concert» stand ein grosses musikalisches Ereignis bevor. Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Arkady Shilkloper aus Moldavien. Weitere Alphorngrössen wie die Alphorngruppe Oberaargau, die bestens bekannte Solistin Lisa Stoll und die Alphorn-Experience gaben sich ein Stelldichein.

Im ersten Durchgang präsentierte jeder Teilnehmer ein Stück und die Alphorngruppe Oberaargau machte mit 20 Aktiven und dem Titel «Heimat» von Fritz Mühlematter den Anfang. Das präzise Zusammenspiel und das volle Volumen füllten den Saal mit einer speziellen Atmosphäre. Es folgte die zierliche Lisa Stoll als Solistin mit dem Stück «Grindisee» von Hans-Jürg Sommer.

Der Auftritt genoss vom Publikum grossen Applaus. Die Alphorn Experience (vier Solisten), schlugen mit «Axxalp» von Mike Maurer, moderne Töne an, die vorerst etwas gewöhnungsbedürftig waren. Ein gekonntes Zusammenspiel dürfte aber gerade bei solchen Kompositionen noch schwieriger sein als bei der «normalen» Verwendung eines Alphorns.

Als Vierter im Bunde kam nun Arkady Shilkloper auf die Bühne und präsentierte die vierteilige Suite «Alpine Trail» von ihm selbst komponiert und den Sätzen: «Calling», «Walking», «Dreaming» und «Dancing». Die Oberaargauer gingen nun mit «Bu üs im Oberaargau» von und mit ihrem Dirigenten und Komponisten Max Sommer in die zweite Runde. Dieser Auftritt war ganz speziell, denn ein Teil der Gruppe war auf der Bühne zwei andere spielten aus den entfernten Ecken des Saales und als Publikum fand man sich mittendrin.

Lisa Stoll als Mittelpunkt

Mit sechs Jahren begann sie ihre musikalische Karriere mit der Blockflöte; mit acht Jahren kam das Kornett dazu und mit zehn griff sie zum Alphorn. Lisa Stoll hätte es sich nicht träumen lassen, in so kurzer Zeit eine solche Berühmtheit zu erlangen. Sie war mit «Tina» von Alex Eugster wieder im Mittelpunkt des Geschehens.

Da in Moldavien viel getanzt, gespielt und gesungen wird, komponierte und präsentierte Arkady Shilkloper «Dance Seven» in verschiedenen Taktarten. Zum Abschluss des Konzerts hatten die Alphorn Experience mit Arkady Shilkloper einen gemeinsamen Auftritt und präsentierten sechs ganz spezielle Stücke, die auch zum Schmunzeln anregten.