Laupersdorf
Die zweite Version des Zukunftsbildes Thal findet jetzt Gefallen

Der Gemeinderat von Laupersdorf ist mit der überarbeiteten Version zufrieden. «Die zweite Version ist nun übersichtlicher und zukunftsgerichteter», meinte Gemeindepräsident Edgar Kupper.

Rudolf Schnyder
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Nachdem der Gemeinderat Laupersdorf die erste Version des «Zukunftsbildes Thal» im Juni noch arg zerzaust und sich hierzu sehr kritisch geäussert hatte, wurde nun die zweite Version sehr gut aufgenommen.

Nachdem der Gemeinderat Laupersdorf die erste Version des «Zukunftsbildes Thal» im Juni noch arg zerzaust und sich hierzu sehr kritisch geäussert hatte, wurde nun die zweite Version sehr gut aufgenommen.

Bruno Kissling

Der Gemeinderat Laupersdorf beschäftigte sich an der letzten Sitzung mit der zweiten Version des «Zukunftsbildes Thal». An der Ratssitzung anwesend war Bernhard Studer, der neue Geschäftsführer der Region Thal, um dem Rat die überarbeitete Version zu erläutern. Das Zukunftsbild wurde gegenüber der ersten Version merklich reduziert und besteht aus den drei Leitsätzen «Wir Thaler sind Macher», «Wir Thaler lieben die Natur» und «Wir Thaler halten zusammen» – sowie 20 thematisch gruppierte Kernaussagen zu Zielen und Visionen, wie das Thal in 20 Jahren aussehen soll.

Als Leitplanke gedacht

«Die Beschreibung eines zukünftigen Zustandes muss ein Stück weit offen sein und ist als Leitplanke gedacht», bemerkte Bernhard Studer. «Der erste Entwurf war eher eine Beschreibung des Ist-Zustandes, die zweite Version ist nun übersichtlicher und zukunftsgerichteter», meinte Gemeindepräsident Edgar Kupper. Für ihn wäre es treffender, wenn im Zukunftsbild stehen würde «Wir Thaler arbeiten zusammen» statt «Wir Thaler halten zusammen». Nachdem der Gemeinderat Laupersdorf die erste Version im Juni noch arg zerzaust und sich hierzu sehr kritisch geäussert hatte, wurde nun die zweite Version sehr gut aufgenommen. «Ein Zukunftsbild hat einen hohen Stellenwert. Es ist wichtig, als Region ein attraktives Bild abzugeben», erklärte Dieter Bruttel (FDP). Das neue «Zukunftsbild Thal» stehe ganz klar zu Wirtschaft, Tourismus und Verkehr und fordere unmissverständlich die Umfahrung Klus als Garant für die Weiterentwicklung der Region, nebst einem attraktiven ÖV-Angebot. «Das Dilemma sind oft die Kosten, denn in den Thaler Gemeinden sind die Finanzen beschränkt», bemerkte Beat Künzli (SVP). Karin Büttler (FDP) findet die Projektarbeit, die zu Papieren führe, grundsätzlich gut, aber irgendwann müsse diese Früchte tragen und dürfe nicht zu einem Papiertiger verkommen.

Einstimmiges Ja zur Vernetzung Thal

Ab 2015 können Beiträge für Landwirtschafts-Qualitätselemente beantragt werden, dies in Synergie mit den bestehenden Vernetzungsflächen. Die Vernetzung muss aus Kostengründen den ganzen Bezirk Thal umfassen. Um von den neuen Bestimmungen für Landwirtschafts-Qualitätselemente und von neuen Landschafts-Qualitätsbeiträgen profitieren zu können, sollen die vier bisherigen Trägerschaften im Thal zur einzigen Trägerschaft «Arbeitsgruppe Vernetzung Thal» zusammengeführt werden. Bisher waren dies als Trägerschaften die Gemeinde Gänsbrunnen, die Flurgenossenschaft Welschenrohr, der Verein Region Thal (Dünnernthal) sowie die beiden Gemeinden Mümliswil-Ramiswil und Holderbank. Aus der Zusammenführung erwachsen der Gemeinde Laupersdorf keine Kosten, alle Vollzugskosten gehen zu Lasten der Landwirtschaftsbetriebe. Neu liegt die Federführung bei der Arbeitsgruppe Mümliswil-Ramiswil/Holderbank. Für die Administration ist die Einwohnergemeinde Mümliswil-Ramiswil zuständig. Der Gemeinderat Laupersdorf befürwortete die Vernetzung einstimmig. (rsl)

Bernhard Studer gab bekannt, dass die Vernissage des «Zukunftsbildes Thal» am Sonntag, 2. November 2014, um 11 Uhr im Schulhaus Aedermannsdorf stattfinden wird. Als Gastreferent wurde Professor Anton Gunzinger, der ursprünglich aus Welschenrohr stammt, eingeladen.

Arbeitszone vermarkten

Die Gemeinden Laupersdorf und Balsthal haben eine Regionale Arbeitszone (RAZ) im Moos in Balsthal, aber niemanden, der sie vermarktet. Zwischen den Einwohnergemeinden Balsthal und Laupersdorf besteht ein Gemeindevertrag über eine gemeinsame RAZ. In der RAZ sollen an zentraler und gut erschlossener Lage Betriebe mit überdurchschnittlicher Wertschöpfung angesiedelt werden. Vorgeschlagen wurde nun, die Vermarktung dem Verein Region Thal (Bernhard Studer) zu übertragen. Der Gemeinderat Laupersdorf möchte jedoch für die Vermarktung noch eine zweite externe Offerte einholen. Gemäss Vertrag wird ein Ausschuss gebildet, welchem die Gemeindepräsidenten der Vertragsgemeinden und zwei zusätzliche Gemeinderäte angehören. Der Gemeinderat Laupersdorf wählte Peter Dietschi (CVP) als Vertreter des Gemeinderates in diesen Ausschuss.