Im September 2012 setzte der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe ein, welche sich mit der Zukunft des Hallenbades beim Balsthaler Falkensteinschulhaus zu befassen hatte (AZH). Diese Gruppe mit Nino Joller als Präsident, Anton Wüthrich, Georg Rütti, Fabian Müller und Rudolf Dettling legte nun dem Rat ein umfangreiches Dossier vor, welches im Wesentlichen drei Szenarien beinhaltet: 1. Allernötigste Sanierungsmassnahmen für den Betrieb der nächsten zehn Jahre; 2. Sanierung und gleichzeitige Attraktivierung; 3. Schliessung des Hallenbades und Umnutzung.

Nettoaufwand steigt ständig

Nino Joller gab bekannt, dass sich der Nettoaufwand für das Hallenbad in den vergangenen Jahren stetig erhöht habe, gleichzeitig seien die Einnahmen drastisch zurückgegangen.

Beim erst genannten Szenario soll der Istzustand für die kommenden zehn Jahre gesichert werden. Es müssten Investitionen von 730 000 Franken getätigt werden, darin enthalten wäre der Fensterfrontersatz mit Dämmungen für total 270 000 Franken. Dazu käme ein jährliches Defizit von 240 000 Franken in der laufenden Rechnung. Mit dieser Lösung wäre sicher keine steigende Besucherzahl zu erwarten.

Da ist noch die Heizung

Eine Umnutzung des Hallenbades in eine Mehrzweckhalle, in Schulräume oder Büros würde Kosten in der Höhe von 530 000 Franken (Rückbau) bis 2,350 Mio. Franken auslösen. Bei einer Stilllegung des Hallenbades rechnet man mit einmaligen Kosten von 25 000 Franken und laufenden Kosten von 10 000 Franken.

«Bei einer Schliessung kann das Thema Hallenbad nicht zur Seite gelegt werden. So ist im Hallenbad-Gebäudekomplex beispielsweise die Heizung für das gesamte Schulhausareal Falkenstein untergebracht», heisst es im Bericht der AZH.

Vor Entscheid ein Augenschein

Der Gemeinderat beschloss, einen persönlichen Augenschein im Hallenbad vorzunehmen. Danach soll das weitere Vorgehen festgelegt werden. Sicher ist, dass das Thema «Zukunft Hallenbad» nicht an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung behandelt wird.

Im besten Fall kann könnte bereits an der Rechnungsgemeindeversammlung vom Juni dieses Jahres entschieden werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, das Thema an der Budgetgemeindeversammlung im Dezember zu traktandieren. Es soll sogar geprüft werden, ob an einer Urnenabstimmung über die Zukunft des Hallenbades entschieden werden könnte.

Im März 2013 reichte eine Gruppe von Einwohnern mit Marcel Bläsi und Philipp Tschan als Erstunterzeichner eine Aufforderung an den Gemeinderat ein, nur die Varianten «Sanieren» und «Attraktivieren» weiterzuverfolgen und verwiesen dabei auf die Wichtigkeit eines Hallenbades für eine Gemeinde mit Zentrumsfunktion.