Untergäu
Die Zahlen der Spitex sind stabil – trotz viel privater Konkurrenz

Die Generalversammlung der Spitex präsentiert eine ausgeglichene Rechnung. Die öffentliche Organisation konnte sich gegen die private Konkurrenz beweisen.

Christine Müller
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Der Vorstand der Spitex Untergäu präsentierte eine ausgeglichene Jahresrechnung 2014.

Der Vorstand der Spitex Untergäu präsentierte eine ausgeglichene Jahresrechnung 2014.

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An der Generalversammlung begrüssten die Co-Präsidien Silvia Müller und Pius Heer alle Anwesenden. Anschliessend präsentierten sie den 82 anwesenden Mitgliedern der Spitex Untergäu Zahlen und Fakten des vergangenen Vereinsjahres.

Engagiert und zuverlässig

Die Spitex Untergäu fand zwar auch im letzten Jahr breiten Anklang bei der Bevölkerung. 1138 Personen unterstützten mit dem Mitgliederbeitrag die Arbeit der Spitex, doch hat der Verein vermehrt mit Konkurrenz aus dem Privatsektor zu kämpfen.

So haben private Organisationen dadurch, dass sie der öffentlichen Hand keine Rechenschaft über die Verwendung von Ressourcen schulden, ein grösseres Budget für Werbung.

Auch im Bereich der Personalkosten haben die Privatorganisationen einen grösseren Spielraum und können die Ansätze der Spitex unterbieten, da sich die öffentliche Spitex am Personalrecht der öffentlichen Hand orientiert und nicht an den Ansätzen der Privatwirtschaft.

Nach wie vor leistete die Spitex einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl. Während fast 10 000 Stunden betreute das Team, bestehend aus 12 Krankenpflegerinnen, 4 hauswirtschaftlichen Angestellten, 3 Mitarbeiterinnen in der Administration und einer Auszubildenden, von Montag bis Sonntag 215 Kunden in Wangen, Rickenbach und Hägendorf.

Erstmals ist seit August 2014 mit Sina Boerner eine Auszubildende Fachangestellte Gesundheit im Einsatz. Auch beim Thema Ausbildung findet sich eine weitere Diskrepanz zur Privat-Spitex.

Die öffentliche Spitex ist verpflichtet, qualifizierten Pflegenachwuchs auszubilden, was bei einer privaten Organisation individuell entschieden werden kann.

Im Gegensatz zu Alters- und Pflegeheimen und auch Spitälern kann ein öffentlicher Spitexverein vom Kanton keine Ausbildungszuschüsse einfordern, was bedeutet, dass die Kosten für einen Ausbildungsplatz vollumfänglich von den Vertragsgemeinden und den Mitgliedern getragen werden müssen.

Dennoch konnte die Spitex Untergäu eine ausgeglichene Rechnung mit einen kleinen Gewinn von 1996 Franken ausweisen.

Keine kleine Organisation mehr

Dass die Spitex Untergäu keine kleine Organisation mehr ist, entging auch den Revisoren Albert Grüniger und Jörg Steiner nicht angesichts dessen, dass die Spitex Untergäu einen Umsatz von 1,1 Mio. Franken erzielt. Die Stimmberechtigten genehmigten die Jahresrechnung und entlasteten auch die Rechnungsstelle.

Trotz dem rauen Wind, der im Gesundheitssektor bläst, sind die beiden Präsidien überzeugt, mit der Spitex Untergäu auf Kurs zu sein, und versprechen, dass der Vorstand bemüht ist, trotz der konstant wechselnden Windrichtungen seitens der Gesundheitspolitik, das Schiff auf Kurs zu halten.

Die anwesenden Stimmberechtigten unterstützten diese Ansicht und bestätigten den bestehenden Vorstand, der leider nicht vollzählig anwesend sein konnte.

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