Starrkirch-Wil
Die Wohnungen können ab Mai 2015 bezogen werden

Am Dienstag erfolgte die Grundsteinlegung für die Überbauung Büntenacker in Starrkirch-Wil. Geplant sind vier Punkthäuser à fünf Wohnungen. Die Gebäude erfüllen den Minergie-Standart. Für das Bauvorhaben werden 17 Millionen Franken investiert.

Beat Wyttenbach
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In etwa so könnte sich die Überbauung in einem Jahr präsentieren. Visualisierung: Frutiger AG Projektentwicklung

In etwa so könnte sich die Überbauung in einem Jahr präsentieren. Visualisierung: Frutiger AG Projektentwicklung

Visualisierung: Frutiger AG Projektentwicklung

Eine rote Metallbox wurde am Vormittag auf dem Gelände der Überbauung Büntenacker mit allerlei Symbolen gefüllt: Verkaufsdokumentationen, Broschüren, ein Backstein mit den Unterschriften von Bauherren und Kaufinteressenten, eine Kopie des Berichts des Beurteilungsgremiums, eine Gemeindebroschüre von Starrkirch-Wil und sogar ein «Oltner Tagblatt» fanden den Weg in die Box, die anschliessend verschlossen und vom Baukran in die Baugrube gehievt wurde, wo sie dann mit Beton versiegelt wurde und gleichsam der Grundsteinlegung diente.

Die Box wird mit Beton übergossen und versiegelt.

Die Box wird mit Beton übergossen und versiegelt.

Markus Müller

Sie enthält also weitgehend Symbole der involvierten Player bei der Überbauung: Der Einwohnergemeinde Starrkirch-Wil als Baulandveräusserin; der Firma Frutiger AG Projektentwicklung, Thun, welche Bauherrin, Investorin und Totalunternehmerin in einem ist und sich die Überbauung 17 Mio. Franken kosten lässt sowie der Rykart Architekten AG, Bern, welche die Häuser entworfen hatte.

«Solides Fundament»

Oliver Siedler vom Architektenteam meinte denn auch: «Der Grundstein ist der erste Stein für ein solides Fundament. Dieses wiederum ist der Grundstein für ein langlebiges Bauwerk». Sein Architekturbüro, bei dem er Mitinhaber ist, hatte seinerzeit den Architekturwettbewerb für die Überbauung gewonnen, den der Gemeinderat ins Leben gerufen hatte. Dies war 2010, als der Rat beschlossen hatte, den Büntenacker zu veräussern und das Grundstück einer attraktiven Wohnnutzung zuzuführen, wie Vize-Gemeindepräsident Felix Hug erklärte.

«Die Anforderungen an die Bewerber waren, eine Gesamtgestaltung des Areals zu erreichen, eine optimale Nutzung der Fläche zu erzielen, den Verkauf zu einem definierten Mindestpreis zu realisieren sowie die Realisierung mit entsprechendem Wohnraum innert vorgegebener Frist zu garantieren, um eine Hortung oder eine Teilüberbauung zu verhindern», so Hug.

Die Bietergemeinschaft Frutiger AG mit den Rykart Architekten AG hatte diese Anforderungen am besten realisiert, so dass der Souverän diesem Landverkauf an der Gemeindeversammlung vom 27. Juni 2011 für drei Mio. Franken zustimmen konnte.

«Die Hochbauarbeiten laufen»

Im gleichen Jahr, so Projektleiter Pascal Mazenauer von der Frutiger AG, habe sein Unternehmen die Kaufverträge unterzeichnet. Das entsprechende Baugesuch sei im Sommer 2012 bewilligt worden, und im November vergangenen Jahres habe man mit den Aushubarbeiten begonnen. «Nun laufen die Hochbauarbeiten für die vier Punkthäuser mit insgesamt 20 Wohnungen», so Mazenauer. Elf der 20 Wohnungen seien verkauft, respektive reserviert. «Der Bezug der Wohnungen erfolgt ab Mai 2015», stellte er in Aussicht.

Laut Projektbeschrieb sind die vier Häuser schachbrettartig zueinander versetzt. Jedes weist eine Dreieinhalb- und eine Viereinhalbzimmerwohnung im Parterre, je zwei Viereinhalbzimmer-Wohnungen im ersten Stock sowie eine Fünfeinhalbzimmer-Attikawohnung im Dachgeschoss aus; die Überbauung liegt in der Wohnzone W2 und grenzt an die Landwirtschaftszone. Alle vier Gebäude erfüllen den Minergie-Standart.

Die unterirdische Einstellhalle umfasst total 34 Parkplätze. «Das Projekt zeichnet sich durch eine optimal besonnte Lage mit Fernsicht auf den Juragebirgszug aus. Umgeben von einem grossen Naherholungsgebiet, liegt es doch sehr zentral. Dank der Nähe zu Olten sowie der guten Erschliessung durch ÖV und MIV muss auf die Vorzüge des städtischen Wohnens nicht verzichtet werden», hielt Mazenauer fest. Insgesamt beträgt die Bruttogeschossfläche 2000 m2.

Das Projekt ist offenbar gut angelaufen. Siedler etwa betonte, die Zusammenarbeit sei «von Respekt, Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein» geprägt. Der Einwohnergemeinde Starrkirch-Wil attestierte er eine «problemlose und unbürokratische Zusammenarbeit».

Felix Hug seinerseits verlieh seiner Freude über den Anlass Ausdruck und unterliess es nicht, seine Gemeinde näher vorzustellen. «Starrkirch-Wil ist eine lebendige Gemeinde im Grünen», bekräftigte er. Und er bekannte noch etwas: «Ich werde mit meiner Frau im Juni 2015 ebenfalls in den Büntenacker ziehen. Die Vermarktungsabteilung der Firma Frutiger AG muss uns schon mal nicht mehr überzeugen».