Die Gemeinde Welschenrohr war von Anfang an gegen die Verlegung und Umwandlung der Poststelle in eine Postagentur im Volg. Ein Schreiben an die Ombudsstelle des Bundes für Postfragen, die PostCom, war der letzte Versuch, die Poststelle im Dorf zu behalten. Die PostCom hat nun jedoch entschieden und unterstützt den Entscheid der Post. Voraussichtlich ab Frühjahr 2017 wird die Agentur im Volg-Laden eröffnet.

Bereits im Januar 2013 wollte die Post die Filiale im Dorf schliessen. Der Gemeinderat wollte damals mit eingeschränkten Öffnungszeiten den Erhalt der Poststelle sicherstellen. Dem wurde auch in einer ersten Phase entsprochen, jedoch bereits klargemacht, dass in ein bis zwei Jahren wieder über die Poststelle befunden würde.

Nun also das vorerst letzte Kapitel im Streit um die Post im Dorf. Und die Post zeigt sich vorderhand kulant: «Wir respektieren den Einsatz des Gemeinderats für den Erhalt der Poststelle», schreibt sie in einem Brief an alle Haushalte in Welschenrohr. Dies ändert für die Gemeinde freilich nichts. Die Post zeigt sich in ihrem Schreiben überzeugt von den längeren Öffnungszeiten und vom Angebot.

Nicht mehr angeboten wird jedoch, dass mit Bargeld Zahlungen gemacht werden können. Etwas, das vor allem ältere Welschenrohrerinnen und Welschenrohrer zu schätzen wissen, wie Gemeindepräsident Stefan Schneider sagt. Er zeigt sich sichtlich unzufrieden mit dem Entscheid der PostCom, jedoch sei das Resultat von Anfang an zu erwarten gewesen. «Ich weiss nicht, ob je eine Gemeinde überhaupt mal Recht bekommen hat.» Nun müsse Welschenrohr halt damit leben. Aber er sagt klar: «Das Mitspracherecht, das den Gemeinden von der Post und der PostCom gewährt wird, ist eine reine Alibiübung.»