Oensingen
Die Tradition am Zibelimäret aufleben lassen: «Die Zwiebel soll im Mittelpunkt stehen»

Der 51. Zibelimäret steht bevor, OK-Präsident Max Keller wie auch Marketingchef Jürg Perren freuen sich. Die offizielle Eröffnung im Zelt wird am Freitag, 26. Oktober, um 10 Uhr stattfinden.

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Sie blicken dem 51. und «neuen» Zibelimärit zuversichtlich entgegen: Der neue OK-Präsident Max Keller (links) und Marketingchef Jürg Perren.

Sie blicken dem 51. und «neuen» Zibelimärit zuversichtlich entgegen: Der neue OK-Präsident Max Keller (links) und Marketingchef Jürg Perren.

zvg

Bereits ab kommenden Dienstag wird es im Gäu an der Verkehrsführung anzumerken sein, dass der Zibelimäret kurz bevorsteht. Es handelt es sich sogar um eine Premiere, musste doch nach über 50 Jahren 2018 erstmals die Route geändert werden. Relativ kurzfristig hatte die polizeiliche Behörde keine Bewilligung mehr erteilt.

Dennoch konnte das OK schnell reagieren. Statt an der Hauptstrasse findet der Markt nun auf der Achse Zeughausstrasse–Mühlefeldstrasse–Kestenholzstrasse–Kronengasse statt. Der Verkehr muss natürlich trotzdem umgeleitet werden, nur sieht es diesmal ein wenig anders aus (siehe Box). Eine weitere Neuerung ist, dass der Markt von Freitag bis Sonntag dauert statt wie bis anhin von Samstag bis und mit Montag.

Verkehrsmassnahmen

Ab nächstem Dienstag, 23. bis und mit Dienstag, 30. Oktober werden laut offiziellen Angaben folgende Verkehrsmassnahmen getroffen:

- Die Kestenholzstrasse wird ab Hauptstrasse bis zur Einmündung Jurastrasse gesperrt. Die Umleitung über Kestenholz ist signalisiert.

- Die Zeughausstrasse und die Mühlefeldstrasse ab Einfahrt Zeughausareal sowie die Kronengasse ab Einstellhallen-Einfahrt sind gesperrt.

- In allen Tempo-30-Zonen gilt das allgemeine Parkverbot. Ausnahme: Parkieren mit Parkscheibe auf den Parkfeldern blaue Zone (mit Parkkarte unbeschränkt).

- In der genannten Woche gelten die bestehenden wie auch die temporär aufgestellten Signale und Markierungen.

- Widerrechtlich parkierte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt. Das Befahren der Strassen ist für Anwohner bis Donnerstag, 25. Oktober um 20 Uhr gestattet.

- Zusätzliche Parkierungsmöglichkeiten sind: Einstellhalle Mühlefeld 1 und 2; Parkplatz Bienken-Saal; Parkplatz neue Vebo; sonntags der Lidl-Parkplatz; Parkplatz Fussballclub; Parkplatz Bell ab Freitag, 26. Oktober.

- Zibeli-Express-Haltestellen: Kestenholzstrasse bei der Unterführung; Bell-Parkplatz; Bahnhof Oensingen Süd. Die Haltestellen sind signalisiert und die Fahrten gratis.

- Umleitung der Buslinie 125: Die Ersatzhaltestelle für Sternenhof/Gallihof/Bifang sind in der genannten Woche an der Hauptstrasse (Lenzplatz), Hauptstrasse (Knaus) und an der Oltenstrasse (Wolfackerring) signalisiert. (mgt)

Laut Angaben des OK hat dies einen Zusammenhang mit dem Monatsmarkt, der jeweils auf einen Montag fällt, also eine «Entflechtung» der beiden Märkte. So sei man auch den Vereinen entgegengekommen. Die Marktfahrer sind laut Max Keller eingeladen worden, am Märet teilzunehmen. Dies für die ganzen drei Tage oder gar nicht.

«Markt wird einheitlicher»

Der neue OK-Präsident Max Keller hat sich mit seinem Team einiges vorgenommen, so soll das Image des Zibelimäret wieder mehr in Richtung Hauptthema gehen: «Die Zwiebel soll im Mittelpunkt stehen. Damit wollen wir die Tradition früherer Tage aufleben lassen und den Anlass noch attraktiver gestalten», so Keller. Wegen der Routenänderung des Marktes musste sich das OK laut eigenen Angaben nicht lange umsehen: «Wir konnten frühzeitig umdisponieren und planen. Für uns war relativ schnell klar, wo der Märet künftig stattfinden soll», sagt Keller.

Öffnungszeiten Zibelimäret 2018:

Marktstände:

Fr. 26.10.: 11–01 Uhr;

Sa. 27. 10.: 10–01 Uhr;

So. 28.10.: 10–24 Uhr

Gewerbeausstellung im Zelt:

Fr. 26.10.: 11–22 Uhr;

Sa. 27.10.: 12–22 Uhr;

So. 28.10. 10–19 Uhr

Feierabend Bars, Restaurants und Zelte:

Fr. 26.10.: 04 Uhr;

Sa. 27.10.: 03 Uhr;

So. 28.10.: Mitternacht

Die Route ist aufgeteilt. So werden an der Zeughausstrasse und an der Mühlefeldstrasse ausschliesslich Holzhäuschen stehen. Es werde damit bewusst an frühere Zeiten erinnert. «In diesem Bereich legen wir sehr grossen Wert auf die Gestaltung», erklärt Keller. Doch das ist noch nicht alles: Sämtliche Aussteller seien aufgefordert worden, ihre Holzhäuschen mit Zibelizöpfen oder Kränzen zu schmücken. «Und zwar nicht etwa mit hinzugekaufter Ware», betont Keller. Unter kundiger Anleitung des örtlichen Kirchenchors hätten Interessierte den Brauch des Zopfmachens erlernen können und seien nun dazu in der Lage, ihr Häuschen am Märet mit selbst geflochtenen Zibelizöpfen zu schmücken.

«Einige Aussteller haben dieses Angebot genutzt», weiss Jürg Perren, Marketingverantwortlicher im Zibelimäret-OK. Das OK übernehme die Materialkosten, und es lohne sich: «Auf diese Weise wird der Märet seinem Namen gerecht, die Tradition bleibt erhalten. Der Markt wirkt einheitlicher», ist Perren überzeugt. Um die Teilnehmer zu motivieren, wurde zudem ein Wettbewerb ausgerufen. Die drei dekorativsten Holzhäuschen werden prämiert, aber: «Die reinen Zibelistände, deren vier, sind aus diesem Wettbewerb ausgeschlossen», erklärt Perren. Das Gewerbezelt hingegen befindet sich zwar nach wie vor auf dem Werkhof-Areal, doch der Ein- und Ausgang wird natürlich nicht Richtung Hauptstrasse liegen, sondern um 180 Grad gedreht.

Kein Plastikgeschirr mehr

Insgesamt nehmen laut Angaben von Jürg Perren, der nebst seiner Funktion als OK-Mitglied als Präsident des Gewerbevereins Oensingen amtet, 68 Aussteller teil. Die offizielle Eröffnung im Zelt wird am Freitag, 26. Oktober, um 10 Uhr stattfinden.

Am diesjährigen Zibelimäret ist nicht nur die Route neu, sondern auch das Abfallkonzept. Nachdem das OK im Jahr 2016 den Mehrwegbecher eingeführt hatte und im Jahr zuvor das Mehrweggeschirr, wurde das Konzept nun zu Ende gedacht: «Zugunsten unserer Umwelt haben wir dieses Konzept nun offiziell verankert», so Perren. Es gelte ausnahmslos für alle. «Die allermeisten», wie er sagt, seien damit einverstanden. «Wir Oensinger sind diesbezüglich gerne Vorreiter und helfen mit, das Bewusstsein für unsere Umwelt in den Köpfen zu verankern», erklärt Perren.

Zibeli-Express dank Sponsoren

Vom Zibelimäret nicht mehr wegzudenken ist die kleine Lokomotive, genannt Zibeli-Express. «Der Gratis-Transport bringt die Besucherinnen und Besucher dank des Engagements zahlreicher Sponsoren aus dem Oensinger Gewerbe kostenlos aufs Gelände», heisst es vonseiten des OK. Auch hier gilt eine neue Verkehrsführung (siehe Box). Am Oensinger Zibelimäret werden erfahrungsgemäss rund 20 000 Besucherinnen und Besucher gezählt, es kommen jeweils auch Cars von anderen Regionen der Schweiz. (mgt/my)