«Die Raiffeisenbanken im Thal sind auch im Jahr 2015 im Kundengeschäft weiter gewachsen. Wir behaupteten uns weiterhin in unserer Spitzenposition im Kundenpassivgeschäft und im Hypothekargeschäft. Dank des stetigen Zuflusses an Kundengeldern liegt der Deckungsgrad zwischen Kundengeldern und Ausleihungen bei sehr guten 84,54 Prozent», bilanzierte Franz Koch, Präsident Bezirksverband der Thaler Raiffeisenbanken.

Der Jahresgewinn konnte auf Vorjahresniveau gehalten werden und beträgt 1,264 Mio. Franken (+ 61 107 Franken gegenüber dem Vorjahr). «2015 haben sich 277 Menschen für den Beitritt in eine unserer drei Genossenschaften entschieden», führte Franz Koch weiter aus.

Die Thaler Raiffeisenbanken zählen zusammen 8497 Mitglieder, damit sind fast 60 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner im Bezirk Thal Mitglied bei einer der drei Raiffeisenbanken. Seit Jahren wachsen die Ausleihungen und dabei insbesondere die Hypotheken kontinuierlich. Im Jahr 2015 sind die Hypothekarforderungen um rund 26,055 Mio. Franken angestiegen und betragen nun insgesamt 668,316 Mio. Franken.

Die umsichtige Geschäftspolitik der Thaler Raiffeisenbanken wurde mit einem Neugeldzuwachs von 8,2 Mio. Franken auf 592,559 Mio. Franken honoriert und damit konnten die neuen Ausleihungen zu einem guten Teil durch Kundengelder finanziert werden.

Höhere Erträge aus Zinsgeschäft

«In dem sehr harten Wettbewerb und der anhaltenden Tiefzinsphase ist der Druck auf die Zinsmarge markant angewachsen. Trotzdem konnte der Zinsertrag um 588 706 Franken gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Er beträgt 9,853 Mio. Franken», bemerkte Koch. Die Zinsmarge beträgt aktuell 1,2 Prozent.

Auch der Ertrag im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hat um rund 47 000 Franken zugenommen. Insgesamt beträgt der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 511 613 Franken, was vor allem auf Wertschriften – und Anlagegeschäfte zurückzuführen ist. Auch im Handelsgeschäft konnten die Banken im Thal begünstigt durch einen Mehrverdienst im Devisenhandel um 53 951 Franken zulegen auf nun 254 390 Franken.

Der Sachaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 89 932 Franken höher ausgefallen und beträgt 2,865 Mio. Franken. Hingegen reduzierte sich der Personalaufwand um 224 420 Franken auf noch 3,593 Mio. Franken», erwähnte Franz Koch. An Steuern entrichteten die Thaler Raiffeisenbanken im Jahre 2015 insgesamt 809 168 Franken (Vorjahr: 636 855 Franken.

Der Geschäftserfolg erhöhte sich um 975 761 Franken auf 3,902 Mio. Franken und an Reserven legten die Raiffeisenbanken im Thal um 626 613 Franken zu auf 1,881 Mio. Franken. In den drei Thaler Raiffeisenbanken sind insgesamt 36 Mitarbeitende (28 Personaleinheiten) und 3 Auszubildende tätig. 2 Mitarbeitende besuchen derzeit eine externe Weiterbildung.

Eine Fusion steht an

«Das Geschäftsjahr 2015 war geprägt von einer starken und guten Präsenz der Raiffeisenbanken am Markt und in der Gesellschaft. Auch unser Engagement bei der Entwicklung des Bezirks Thal, zusammen mit unseren Partnern Verein Region Thal und Naturpark Thal, ist sehr positiv und hat Potenzial für die Zukunft», erklärte Franz Koch.

Die Raiffeisenbanken Dünnerntal sowie Mümliswil-Ramiswil und Holderbank stimmen dieses Jahr an ihren Generalversammlungen darüber ab, ob sie rückwirkend ab 1. Januar 2016 zur Raiffeisenbank Dünnerntal-Guldental fusionieren wollen. Dies wäre sicherlich ein erster Schritt zu einer Gesamtfusion der Raiffeisenbanken im Thal. Noch nicht fusionieren wird die Raiffeisenbank Balsthal-Laupersdorf, diese bleibt vorderhand selbstständig. Erst in drei bis vier Jahren werden diesbezüglich neue Verhandlungen aufgenommen, wie Franz Koch ausführte. (rsl)

Generalversammlungen im Thal: Raiffeisenbank Dünnerntal am 1. April in der Mehrzweckhalle «Dünnerehof» in Welschenrohr; Raiffeisenbank Balsthal-Laupersdorf am 8. April in der Mehrzweckhalle «Kreuzacker» in Laupersdorf und Raiffeisenbank Mümliswil-Ramiswil und Holderbank am 19. März in der Aula «Brühl» in Mümliswil.