Am kommenden Samstag wird in Wolfwil mit der Amtseinsetzung des neuen Obernarrs der 11.11. und somit die fünfte Jahreszeit in der Mehrzweckhalle eingeläutet. Mit der Fasnacht 2018, welche nächstes Jahr im Kanton Solothurn vom 8. bis 14. Februar über die Bühne gehen wird, beschäftigte sich am Montagabend auch der Gemeinderat. Zu Gast waren Fasnachtskomitee-Präsident Willi Kissling und der OK-Chef Strassenfasnacht Christian Kölliker.

Willi Kissling erklärte dem Rat, dass sich der seit zwei Jahren für die Strassenfasnacht genutzte Standort an der Schulstrasse nicht für diesen Anlass bewährt habe. Grund seien jedoch nicht die letztjährig von Anwohnern beklagten Lärmemissionen, diese habe man 2017 im Griff gehabt. Zu schaffen gemacht hätten den Fasnächtlern das offene Gelände ausserhalb der Siedlungsgebiets, wo sich Wind, Wetter und die kalten Temperaturen nachteilig ausgewirkt hätten.

Nicht mehr auf der Dorfstrasse

Deshalb habe der Fasnachtsrat nach einem anderen, zentraleren und wetterunabhängigeren Standort Ausschau gehalten und einen solchen beim Restaurant Alte Post an der Dorfstrasse gefunden. Auf eine Strassensperrung könne am Donnerstagabend, 8. Februar, dem Datum der Strassenfasnacht, verzichtet werden, weil das Festgelände aus Sicherheitsgründen auf dem südlichen gelegenen Parkplatz der «Alten Post» aufgebaut werde. Zugesichert sei die Nutzung der WC-Anlagen in der «Alten Post» sowie die Einrichtung der FC-Bar im Untergeschoss.

Sichergestellt werde durch das vierköpfige OK ferner eine Senkung des Lärmpegels ab 22 Uhr. Um auf allfällige Reklamation reagieren zu können, werde eine Handynummer eingerichtet. Für die fasnächtliche Kultur im Dorf sei die Strassenfasnacht von grosser Bedeutung, meinte Kissling in Richtung des Gemeinderats mit dem Verweis auf den erfreulich hohen Zulauf von jungen Leuten im Fasnachtskomitee. Die Strassenfasnacht sei ein idealer Auftrakt für die Fasnacht im Dorf, die am 11. Februar 2018 mit dem Gäuer Fasnachtsumzug in Wolfwil ihren Höhepunkt erleben werde.

Der Gemeinderat sprach sich einhellig für die Unterstützung der Fasnacht als Gesamtes sowie für die Bewilligung des neuen Standorts bei der «Alten Post» aus.

Die Bäseschränzer Wolfwil nach dem Fasnachtsumzug 2016 in Neuendorf.

Die Bäseschränzer Wolfwil nach dem Fasnachtsumzug 2016 in Neuendorf.  

Zivilschutzanlage wird umgenutzt

Zu Gast im Gemeinderat war auch Heinz Baumgartner, der Kommandant der Regionalen Zivilschutzorganisation (RZSO) Gäu. Baumgartner erläuterte die Absicht des Bundes, in den kommenden zwei bis fünf Jahren die Anzahl Zivilschutzanlagen zu reduzieren. Pro RZSO sollen eine bis zwei Anlagen beibehalten werden. In der RZSO Gäu sollen Oensingen als Führungskommandoposten und die Zivilschutzanlage Neuendorf beibehalten werden.

2018 ist eine Umnutzung der Zivilschutzanlagen in Oberbuchsiten und Wolfwil geplant. Vorgesehen ist die Schaffung von öffentlichen Schutzplätzen zugunsten der Gemeinden. Die Zivilschutzanlage in Wolfwil eignet sich für die Einrichtung von 196 öffentlichen Schutzplätzen.

Damit könnten auch alte Schutzplätze in Einfamilienhäusern kompensiert werden, welche nicht der Verordnung von 1986 entsprechen und deshalb aufgelöst werden müssten, so Baumgartner. Der vom Bund geforderte Deckungsgrad für Schutzplätze von 100 Prozent für die Dorfbevölkerung würde nach der Umnutzung 105 Prozent betragen.

Vorfinanzierung durch Gemeinde

Die Kosten für die technisch notwendigen Arbeiten zur Umnutzung der unter dem Feuerwehrmagazin eingebauten Zivilschutzanlage belaufen sich gemäss vorliegenden Offerten auf insgesamt 198'900 Franken. 141 400 Franken davon werden von Kanton und Bund übernommen, 57'500 Franken muss die Gemeinde dazu beitragen.

Baumgartner riet davon ab, die Umnutzung der Zivilschutzanlage zu verschieben, weil ab 2019 eine neue Kostenaufteilung zwischen Bund, Kanton und Gemeinden zu erwarten sei. Der Rat beschloss, für die Umnutzung der Zivilschutzanlage den Gesamtbetrag von 198'000 ins Budget 2018 aufzunehmen. Die Arbeiten müssen von der Gemeinde vorfinanziert werden.