Oberbuchsiten
Die Steinackerstrasse in Oberbuchsiten wird zum gefährlichen Schulweg

Der Gemeinderat will dem wilden Parken von Lastwagen in der Industriezone bei der Dünnern nicht länger tatenlos zusehen. Mit einem Parkverbot soll dem Treiben im «rechtsfreien Raum» der Riegel geschoben werden.

Erwin von Arb
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Der Steinackerweg in Egerkingen
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Beim Römerbad stehen zwei ausländische Sattelschlepper.
In Egerkingen wird das Parkverbot an der H5 nur zeitweise eingehalten.

Der Steinackerweg in Egerkingen

Erwin von Arb

Nach der Gemeinde Egerkingen, welche am Ortsausgang in Richtung Hägendorf mit der Installation eines Parkverbotes dafür sorgen musste, dass der Flurweg entlang der H5 nicht jeden Tag von parkenden Lastwagen belegt wird (wir berichteten), sieht sich auch die Nachbargemeinde Oberbuchsiten mit diesem Problem konfrontiert.

In der Berggäuer Gemeinde geht es um die südlich des Knotens Industriestrasse-Jurastrasse-Steinackerstrasse (beim Römerbad) gelegenen Strassenabschnitte.

Steinackerstrasse wird zugeparkt

Betoffen ist vor allem die von der Industriestrasse an der Dünnerstrasse vorbei nach Neuendorf führende Steinackerstrasse. Diese wird seit Mitte dieses Jahres regelmässig von meist ausländischen Lastwagen bis zur Dünnerbrücke mehr oder weniger zugeparkt, wie Robert Gurtner, Gemeinderat Bau und Werk und Präsident der örtlichen Bau- und Werkkommission auf Anfrage erklärt.

Die Situation habe sich klar verschärft, das zeigten auch die zunehmenden Reklamationen aus der Bevölkerung, führt Gurtner weiter dazu aus. Dabei gehe es um nachts oder in den frühen Morgenstunden laufende Kühlaggregate. Der Lärm störe Anwohner. Dazu komme, dass die Steinackerstrasse von vielen Jugendlichen, die in Neuendorf die Schulen besuchten, benutzt werde. Für die Jugendlichen sei diese wilde Parkiererei nicht ungefährlich.

Ein Ärgernis sei ferner der Abfall, den die in ihren Fahrzeugen schlafenden Chauffeure einfach entlang der Dünnern entsorgten. Er habe auch schon beobachtet, dass am Wochenende Lastwagen einer umfassenden Reinigung unterzogen worden seien.

Rechtsfreien Raum beseitigen

Diesem Treiben will der Oberbuchsiter Gemeinderat nicht länger tatenlos zusehen und hat deshalb auf Antrag der Bau- und Werkkommission beschlossen, die erwähnten Strassenabschnitte mit einem Parkverbot zu belegen. Die heute im Anzeiger Thal-Gäu-Olten erfolgte Ausschreibung für das beidseitige Parkverbot «Industriestrasse, zwischen Einmündung Jurastrasse und Dünnern-
brücke», sei mit den kantonalen Stellen abgesprochen worden, sagt Gurtner. Nun hoffe er, dass die Beschilderung anfangs des kommenden Jahres gesetzt werden kann. «Damit wir endlich Ordnung schaffen können, in diesem rechtsfreien Raum.» Allerdings müsse das Parkverbot danach auch durchgesetzt werden. Inzwischen behilft sich die Gemeinde mit Abschrankungen und darauf montierten Parkverboten inklusive Abschleppandrohung.

Parkverbot in Egerkingen wirkt

Grundsätzlich gute Erfahrungen gemacht hat die Gemeinde Egerkingen mit den seit Oktober an der Kantonstrasse H5 installierten Parkverbotsschildern, wie Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi auf Nachfrage sagt. «Die vermehrten Kontrollen der Polizei haben Wirkung gezeigt. Wir sind zufrieden, auch wenn sich noch nicht alle an das Parkverbot halten.»