Neuendorf

Die Standortsuche für das künftige Pfarrheim beginnt

Die römisch-katholische Kirchgemeinde möchte bauen.

Die römisch-katholische Kirchgemeinde möchte bauen.

Die Kirchgemeinde Neuendorf will in den nächsten Jahren ein neues Pfarrheim erbauen.

Wenn in Neuendorf ein Anlass in der Dreifachturnhalle stattfindet und diese belegt ist, haben die Sportvereine das Nachsehen. Abhilfe könnte bald die römisch-katholische Kirchgemeinde schaffen: Sie plant ein neues Pfarrheim mit einem Saal, der Platz für 100 bis 150 Personen bieten soll.

Auch die Einwohnergemeinde stützt das Bauvorhaben, da es keinen vergleichbaren Raum in Neuendorf gibt. Etwa für Gemeindeversammlungen könnte sie von diesem Projekt profitieren. Die Mittel, sich finanziell zu beteiligen, fehlen ihr aber. Wie Ursula Lötscher, Präsidentin der Kirchgemeinde, sagt, sei der Bau für die Bedürfnisse der Kirchgemeinde geplant, aber es sei angedacht, dass die Räume künftig auch öffentlich vermietet würden.

Eine Million Franken zurückgestellt

Es wird noch ein wenig dauern, ehe das Pfarrheim realisiert ist. Jedoch machte die Kirchgemeindeversammlung neulich einen entscheidenden Schritt: Die Stimmberechtigten genehmigten einen Kredit über 32'000 Franken, um eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Diese soll als Grundlage dienen, um den Standort des künftigen Pfarrheims zu definieren. Im Frühling will die Kirchgemeinde an einer ausserordentlichen GV den Standort bestimmen. Bereits im Sommer 2020 könnte die Kirchgemeinde im Idealfall den Baukredit beantragen. Das Pfarrheim ist von langer Hand geplant: In den letzten Jahren nahm die Kirchgemeinde jeweils Rückstellungen vor, sodass sie bereits über eine Million Franken für das neue Pfarrheim zur Seite legen konnte.

An der letzten Versammlung waren nicht alle Anwesenden mit dem Bau eines Pfarreiheims einverstanden. Einige wollten ohne Machbarkeitsstudie starten und direkt einen Neubau auf dem Land südlich des Friedhofs angehen, das der Kirchgemeinde gehört. Am Ende folgten die Stimmberechtigten aber dem Antrag des Kirchgemeinderates und bewilligten den Kredit für die Machbarkeitsstudie. Auch im kommenden Jahr wird die Gemeinde weitere 60'000 Franken für das neue Pfarrheim zurückstellen.

Dennoch sagt das Budget einen kleinen Gewinn von knapp 5800 Franken voraus. Basis bildet der unveränderte Steuerfuss von 20 Prozent. Dieser gab zwar zu Diskussionen Anlass, wurde dann aber, wie auch das Budget 2020, von den Stimmberechtigten mehrheitlich gutgeheissen. Für die Aussenrenovation der St. Stephans-Kapelle sprach die Gemeinde einen Kredit von 40'000 Franken.

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