Dünnernkorrektur
Die Spur, die eine bald 80-jährige Geschichte erzählt

Yann Schlegel
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Bruno Kissling

Seit 1943 schon mäandriert die Dünnern nicht mehr durchs Gäu. Was heute als «alte Dünnern» benannt wird, hinterlässt aber bis heute eine Spur in der Landschaft. Auf einem Weizenfeld zwischen Oensingen und Oberbuchsiten ist der hochgewachsene Weizen verfärbt.

Gemäss Landwirt Pirmin Bobst ist dies auf den steinigen Untergrund zurückzuführen. Auch bald acht Jahrzehnte nach der Dünnernkorrektur ist an dieser Stelle die Spur des einstigen Flussbetts zu sehen. Im Boden lässt sich das Wasser schlecht speichern, weshalb der Weizen nicht die sattgrüne Farbe kriegt.

Wegen den Hochwasserereignissen leitete der Kanton die Dünnern zwischen 1933 und 1943 um. Seither führt der Fluss schnurgerade der Autobahn A1 entlang. Die Dünnern-Umlegung kostete damals 8 Millionen Franken. Es war ein Projekt, das in der Wirtschaftskrise willkommene Arbeitsplätze schuf.

Amt für Umwelt beschränkt Wasserentnahme

Die Wasserstände sind in vielen Flüssen und Bächen aufgrund der spärlichen Niederschläge sehr niedrig. In Wolfwil etwa, hat das Amt für Umwelt nun deshalb die Wasserentnahme beschränkt. Die Wassermenge des Schweissackerkanals liegt nahe der Mindestrestwassermenge, welche gemäss eidgenössischem Gewässerschutzgesetz eingehalten werden muss. Als Massnahme darf jeweils nur ein Bezüger Wasser entnehmen. Diese müssen sich untereinander absprechen. Die Wasserentnahme ist zwischen 10 und 20 Uhr verboten. Das Merkblatt zur Wasserentnahme des Kantons ist strikt zu befolgen, schreibt das Amt für Umwelt. Wie lange die Einschränkung gilt, lassen die Behörden derzeit offen. (otr)