Balsthal
Die Spielfreude war spürbar

Die Kinder desInseli-Schulhauses begeisterten mit ihrer Aufführung des Musicals «Zirkus Kokosnuss».

Peter Wetzel
Drucken
Teilen
Auch eine elegante Pferdedressur gehörte zum Programm.

Auch eine elegante Pferdedressur gehörte zum Programm.

Kuno Flury

«Wir haben viel geübt und sind froh, dass es endlich losgeht. Vorhang auf!», eröffnete der kleine Zirkusdirektor die Vorstellung des «Zirkus Kokosnuss». Die rund 150 Mädchen und Knaben der Balsthaler Unterstufe boten auf der Bühne ein farbenprächtiges Bild. Diese Kinder werden, wenn sie nicht auf der Bühne stehen, in sechs altersgemischten 1./2.-Klassen unterrichtet.

In ihren Gesichtern waren die Spannung und die Vorfreude auf ihren bevorstehenden Einsatz abzulesen. Im Inseli-Schulhaus ist es Brauch, dass im Kindergarten und der Unterstufe alle vier Jahre eine Schulschlussaufführung durchgeführt wird, damit die Kinder einmal Bühnenluft schnuppern können. Dieses Jahr wurde bereits nach den Sportferien mit dem Üben der Texte, Songs und Zirkusnummern begonnen. Gleichzeitig wurden im Werken die originellen Kulissen, Kostüme und Requisiten hergestellt. Die Gesamtleitung des Projektes hatte Anna Sophia Lohner.

Kinder verschwinden mysteriös

Beim Musical «Zirkus Kokosnuss» (von Andrew Bond) mit den dazugehörigen Songs dient ein humorvolles Theaterstücklein als Rahmenhandlung für herrlich vorgetragene Zirkusnummern. Prinzessin Emilia und Prinz Rupert sollten den Sommer bei ihrem Onkel in England verbringen, um Englisch zu lernen. Vor ihrer Abreise werden sie in einer Kutsche zur Premiere des Zirkus «Kokosnuss» gefahren.

Die beiden, welche sich lieber beim «gewöhnlichen» Volk aufhielten, schlossen sich ohne Wissen der Eltern dem Zirkus an. Am andern Morgen wurde ihr Verschwinden am Königshof bemerkt. Nach intensiver Suche gelangte ein Schreiben an das Königspaar. In diesem wurde über die Entführung der beiden Königskinder durch einen Holzkopf mit drei Augen und einem harten Bart berichtet. Die Kinder tauchten aber schliesslich von selber wieder auf und der Holzkopf entpuppte sich als harmlose Kokosnuss.

Die gezeigten Zirkusnummern waren so arrangiert, dass die Spielfreude im Vordergrund stand und es nicht auffiel, wenn ein Kind zwischendurch aus dem Rhythmus fiel oder den Liedtext nicht vollständig beherrschte. Begleitet wurden die Szenen von rassiger Musik, welche öfters zum Mitklatschen animierte. Zu sehen gab es Nummern wie Seilspringen und eine elegante Pferdedressur, gefolgt von Hüpfen und Tanzen durch Clowns mit knalligen Perücken.

Wer aus dem Publikum konnte bei «I like to move it» noch ruhig dasitzen? Es folgten weitere Nummern mit den gutmütigen Elefanten sowie den Boden- und Luftakrobaten, Letztere mit speziellen Lichteffekten. Zum Abschluss traten alle Mitwirkenden noch einmal vor das Publikum und sangen: «Adieu, arrivederci, adieu ...» Insgesamt eine tolle Leistung der Schüler, der Lehrerschaft und der Helfer.