Dem Lostorfer Gemeinderat wurde ein umfangreicher und sehr interessanter Jahresbericht von Schulleiter Hans Schönbucher unterbreitet. Speziell hat der Schulleiter dabei einige wichtige Eckpunkte erwähnt.

Die zweite Etappe der Umsetzung der Speziellen Förderung ist abgeschlossen und wird an allen Klassen des Kindergartens und der Primarschule angeboten. Die zur Verfügung stehenden Lektionen reichen aber nicht aus, stehen doch für die dritten bis sechsten Klassen jeweils nur gerade drei Lektionen pro Woche zur Verfügung.

Englisch als zweite Fremdsprache

Nach der Einführung des Französisch-Unterrichts an der 3. und 4. Klasse wird dieser nun auch an der 5. Klasse mit den neuen Lehrmitteln weitergeführt. Erstmals wird seit August 2013 von der 5. Klasse an zusätzlich Englisch als zweite Fremdsprache angeboten. Der Fremdsprachenunterricht, aber auch die Spezielle Förderung, benötigen zusätzlichen Schulraum, dadurch verschärft sich das Problem des Raumbedarfs.

Neben den obligatorischen Leistungsmessungen der Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse (5. Klasse Orientierungsarbeit, 6. Klasse Vergleichsarbeit) konnten erstmals im vergangenen Jahr die Drittklässler einen Vergleichstest («Check P3») absolvieren. Die Teilnahme an diesem Test ist momentan noch freiwillig. Er gibt Auskunft über den Wissensstand der Kinder in den Bereichen Mathematik und Sprache (Lesen) sowie Sprache (Schreiben).

Schule wird weiter stark gefordert

Auch im kommenden Jahr wird die Schule stark gefordert werden. Der Ausbau der zweiten Etappe der Speziellen Förderung ist erfolgt. Die Umgestaltung der Logopädie erfordert von der Gemeinde erneut beträchtliche finanzielle Leistungen. Die Lektionszahl der Speziellen Förderung wird zwar etwas erhöht, im Gegenzug aber die Leistung der FLK (Fachlehrperson Mathematik und Sprache) gestrichen. Wie sich der Kantonsratsentscheid zur Speziellen Förderung auf die Weiterentwicklung auswirkt, ist noch ungewiss.

Sparmassnahmen und kurzfristige Änderungen machen eine längerfristige Planung fast unmöglich; es entsteht Unruhe und Unsicherheit. Es sei dringend notwendig, dass eine ruhige Konsolidierungsphase eingeschaltet werde. Die einschneidenden Änderungen müssen sich jetzt bewähren und greifen. «Behörden, Eltern und Lehrpersonen sind gefordert. Sie müssen sich mit den Neuerungen auseinandersetzen und die Vorteile erkennen oder, besser noch, erleben. Dies muss in einem ruhigen und stabilen Umfeld erfolgen», so Schönbucher.