Schachenstrasse Däniken, Mittwochmorgen: Zahlreiche Angehörige der Sikh-Gemeinde aus der ganzen Schweiz haben sich vor der und in der umgebauten Lagerhalle versammelt, die den Gläubigen als Gebetshaus dient – noch. Mit Gebetszeremonien und vorausgehendem Apéro – es gab kulinarische Spezialitäten aus Nordindien und süssen Tee – hatten sich die Gläubigen auf den Spatenstich vorbereitet.

Dieser symbolisiert den Beginn zum Bau des Gurdwara Sahib-Tempels, der dieses Jahr nördlich der Lagerhalle entstehen soll; auf dem Gelände eines Teils der ehemaligen Lagerhalle, die bereits abgerissen wurde. Der noch existierende Teil bleibt bestehen. Die Grundsteinlegung für den Tempel erfolgt am Ostersonntag, 20. April.

Gottesdienst und Schulung

Laut Ernst Grünig vom gleichnamigen Architekturbüro in Däniken, das die Bauleitung innehat, entsteht ein Tempel mit prismenförmiger Grundfläche von 1637 m2 mit einer Länge von 31 Metern, einer durchschnittlichen Breite von 15 Metern und einer maximalen Höhe von 14 Metern. Der Neubau dient der Gemeinde als Versammlungs- und Schulungsort. Die grosszügige Garderobe im Eingangsbereich gilt als Pufferzone.

Angrenzend ist das Foyer, wo die Eingänge zu den Treppenhäusern, den sanitären Anlagen und zum Speisesaal («Langar»-Raum) zu stehen kommen.

Anschliessend an den «Langar»-Raum befindet sich die Küche mit nordseitiger Anlieferung. Im Untergeschoss sind besondere Nutzungen vorgesehen (Priesterzimmer, Spielzimmer für die Kinder, Lager- und Technikräume). Im Obergeschoss wird sich der eigentliche Gebetsraum, der «Dharbar Sahib» befinden.

Jeden Sonntag findet ein Gottesdienst mit anschliessendem gemeinsamem Mahl statt und an besonderen Feiertagen grössere Feste. Einige Feierlichkeiten finden im Aussenbereich statt, hierfür dient der mit Mauern umrandete, geschützte Vorhof. Dort befinden sich auch eine Wasserfläche und die Fahnenstange («Nishan Sahib»). Die Priester der Anlage wohnen im Untergeschoss.

Die Anlage ist für zirka 200 Personen an Feiertagen ausgelegt. Im Normalfall wird an Sonntagen mit zirka 50 Personen gerechnet; für sie stehen 26 Parkplätze zur Verfügung. Laut Bajwa A. Singh, Mitglied der Baukommission der Sikh-Gemeinde, sind für die Anlage rund 2,3 Mio. Franken veranschlagt.

Ein Teil werde aus Eigenmitteln beschafft, der andere Teil muss mit Bankkrediten finanziert werden. «Wir hoffen, mit dem Bau im Oktober oder November fertig zu sein. Dann werden wir die Anlage einweihen», meint Singh. Der Neubau soll übrigens den aktuellen energetischen Richtlinien entsprechen und im Minergie-Standard erstellt werden. Geheizt werden soll mit Erdsonden und Wärmepumpen.