Die Kreisschule Gäu lud die Gemeinderäte und die Gemeindepräsidenten der sieben Verbandsgemeinden zu einer Orientierungsversammlung über die geplante Schulraumerweiterung und über den Stand der Statutenrevision ein. Die zahlreich erschienen Behördenvertreter bekundeten mit ihrer Anwesenheit, dass ihnen die Kreisschule sehr am Herzen liegt.

Neuer Schulraum ab 2021 nötig

Das Gäu ist eine der grössten Wachstumsregionen der Schweiz. Das wirkt sich auch auf den Bedarf an Schulraum aus. Nachdem die Gemeinde Egerkingen ihren Schulraum schon vor Jahren für die Primarschulstufe in Anspruch nehmen musste, ist die Gemeinde Wolfwil in kurzer Zeit in der derselben Lage.

Der Direktor der Kreisschule Gäu, Silvan Jäggi, zeigte mit eindrücklichen Zahlen, dass die Kreisschule Gäu im Jahre 2021 dringend neuen Schulraum braucht. Das ist auch nötig, um den Status als P-Standort definitiv sichern zu können.

Die steigenden Schülerzahlen sind aber nicht der einzige Grund für mehr Schulraum. Der neue Lehrplan 21 und damit auch neue Kriterien für die Stundenplanung führen zwingend zu mehr Bedarf an Schulraum.

Die vielen Schichtlektionen, die spezielle Förderung, das Fachlehrersystem und viele Spezialfächer erhöhen den Bedarf an Schulraum. Aber auch die vermehrt offenen Unterrichtsformen, viele Teilzeitlehrpersonen und die pädagogisch sinnvolle Verteilung der Lektionen auf die Schulwoche beanspruchen mehr Schulraum.

Projektgruppe gebildet

Philipp Fluri stellte in seiner Funktion als neuer Ressortchef Bau der Kreisschule Gäu das terminlich ehrgeizige Programm der strategischen Projektgruppe vor. Ihr gehören je eine Person pro Verbandsgemeinde, der Schuldirektor, der Präsident und der Leiter Bau der Kreisschule Gäu an. Die erste Sitzung soll bereits im März stattfinden.

Die Aufträge dieser Projektgruppe lauten wie folgt:

  • Zusammentragen der aktuellen Situation (Ist-Zustand).
  • Wünsche der Gemeinden und der Schule einholen.
  • Erstellen eines Pflichtenheftes für die Projektgruppe und die Baukommission.
  • Übergangsphase planen und mögliches Provisorium vermeiden.
  • Die Erledigung dieser Aufträge soll bis August 2018 möglich sein. Die neu zu bildende Baukommission kann dann mit der Aufnahme der Arbeit gemäss Pflichtenheft und Vorprojekt beginnen.

Offene Kommunikation begrüsst

Die Gemeindevertreter stimmten diesem zielstrebigen Vorgehen zu und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sie auch künftig so offen und weitsichtig orientiert werden. Ziel bleibt der Einzug der Kreisschule Gäu im Sommer 2021 in die neuen Schulräume. Bleibt zu hoffen, dass die engagierte Crew dieses Ziel erreicht und damit den Betrieb der Schule für viele Jahre sichert.

Nach der ersten Vernehmlassung bei den Gemeinden und der Überarbeitung der Statuten durch den Vorstand, kam es zu einer zweiten Vernehmlassung. Wiederum tauchten wichtige Differenzen auf. Der neue Präsident der Kreisschule Gäu, Dominik Studer, erörterte die intensiv geführten Diskussionen über das neu einzuführende Finanzreferendum, um damit eine dritte Vernehmlassung möglichst verhindern zu können.

Nach diesem konstruktiven Gespräch mit den Gemeinderäten kann nun der Vorstand der Kreisschule Gäu die Statuten an der nächsten Sitzung bereinigen. Verabschiedet und in Kraft gesetzt werden diese an der Delegiertenversammlung vom 17. Mai 2018.