Bereits am 6. Juli 2016 stellte Sarah Göggel, Präsidentin der Kommission für öffentliche Bauten, dem Gemeinderat das Ergebnis der bisherigen Arbeiten der Arbeitsgruppe Schulraumplanung vor.

An zwei Sitzungen, begleitet von einem externen Berater, wurden der zukünftige Schulraumbedarf berechnet und das Raumprogramm für eine Dreifachhalle erarbeitet sowie die folgenden drei möglichen, strategischen Varianten für den Schulstandort Mühlematt aufgezeigt und verglichen: Variante 1 «Neubau am Standort des heutigen Schultraktes», Variante 2 «Umbau/Erweiterung Altbau», Variante 3 «Neubau an einem anderem Standort auf dem Mühlemattareal».

Die Arbeitsgruppe erachtete Variante 1 als die beste und empfahl dem Gemeinderat, diese weiterzuverfolgen. Dabei sollte auf vielseitigen Wunsch der Vereine auch die Option einer Dreifach-Turnhalle in die Planung einbezogen und als nächster Schritt ein Planungswettbewerb durchgeführt werden.

Der Gemeinderat befasste sich eingehend mit den Variantenvorschlägen, entgegen dem Antrag der Arbeitsgruppe wollte er sich aber nicht bereits auf eine Variante festlegen. Stattdessen sprach er sich dafür aus, einen separaten Studienauftrag in Auftrag zu geben, welcher die geleisteten Vorarbeiten und Entscheidungsgrundlagen noch vertieft.

Drei Planer wurden für die Erstellung einer Offerte für eine Entwicklungsstudie über das Mühlematt-Areal kontaktiert. Mit diesen wurde ein modulares Vorgehen besprochen, im ersten Modul soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, das zweite Modul umfasst das anschliessende Beschaffungsverfahren mit einem Projektwettbewerb.

Mit allen Planern wurde abgesprochen, dass vorerst nur ein Auftrag für das erste Modul mit Erstellung der Machbarkeitsstudie erteilt wird.
Der Gemeinderat erteilte das Mandat für die Machbarkeitsstudie für das Mühlematt-Areal der Markstein AG, Baden / Husistein & Partner AG, Aarau zum Betrag von 40 824 Franken.

Stichstrassen sollen Ringstrassenplanung ersetzen

Während der letzten Ortsplanungsrevision wurden die beiden Grundstücke GB Egerkingen Nr. 1620 und 2082 (nördlich der Bühlstrasse gelegen) in die Wohnzone W2 eingezont, mit dem Ziel, Bauland für Einfamilienhäuser zu schaffen. Die Grundeigentümerin sieht nun eine Parzellierung in 12 Grundstücke für eine entsprechende Überbauung vor und hat das Bauland bereits zum Verkauf ausgeschrieben.

Das Interesse ist gross, weshalb die Grundstücke möglichst rasch erschlossen werden sollen. Im Erschliessungsplan wurde mit der Ortsplanungsrevision eine Ring-Strasse in das Grundstück gelegt. Davon soll nun aber abgewichen werden und die Erschliessung stattdessen durch zwei Stichstrassen erfolgen.

Für die Änderung der rechtsgültigen Erschliessung ist ein neuer Erschliessungsplan notwendig. Der Erschliessungsplan mit Raumplanungsbericht, erarbeitet durch die BSB + Partner AG, Oensingen, liegt vor, als nächster Schritt erfolgt die Vorprüfung durch das Amt für Raumplanung (ARP).

In der Hoffnung auf eine kurze Vorprüfungszeit beim ARP ist die Planauflage noch im Herbst 2016 vorgesehen, gleichzeitig soll das nötige Bauprojekt erstellt werden, um der Budget-Gemeindever-sammlung vom 12. Dezember 2016 den notwendigen Investitionskredit beantragen zu können.

Mit dem Bau der Erschliessungsanlagen könnte Ende Winter 2016/17 begonnen werden. Eine Bebauung der ersten Grundstücke wäre ab Frühsommer 2017 möglich.
Für die Ingenieurleistungen zur Erstellung der Erschliessungsanlagen hat die Werkkommission eine Honorarofferte der KFB Pfister AG eingeholt.

Für sämtliche Leistungen bis zur Inbetriebnahme der Anlagen wird ein Kostendach in der Höhe von 31 000 Franken offeriert.

Der Gemeinderat verabschiedete die vorliegende Planung zuhanden der kantonalen Vorprüfung und beschloss die öffentliche Auflage, vorbehältlich eines positiven Vorprüfungsberichts. Gleichzeitig erfolgte die Vergabe der Planerleistungen an die KFB Pfister AG, Egerkingen, zum Betrag von 31 000 Franken.