Oberbuchsiten
Die Schulraumplanung gab erneut zu reden

Die Budgetgemeindeversammlung verlief animiert und mit teils emotionalen Voten. Es wurden aber keine Anträge gestellt und so folgten die 55 anwesenden Stimmberechtigten letztlich allen Vorlagen des Gemeinderates mit grossmehrheitlicher Zustimmung.

Markus Nünlist
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Auch der auf dem Spielplatz beim Kindergarten verwendete Rundkies gab zu reden.

Auch der auf dem Spielplatz beim Kindergarten verwendete Rundkies gab zu reden.

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Am meisten Zeit nahmen die diversen Kreditbewilligungen im Rahmen des Investitionsprogramms 2015 in Anspruch. Insbesondere die 100 000 Franken, die der Gemeinderat für eine neuerliche Schulraumplanung beantragte, erhitzten die Gemüter. Quasi präventiv machte sich eine Sprecherin für die unbedingte Erhaltung des Standortes oberes Schulhaus stark. Nicht zuletzt weil ab 1. Januar 2015 die Kindertagesstätte neu im unmittelbar benachbarten Pfarrhaus untergebracht ist.

Andere Stimmen monierten, dass der Gemeinderat erneut einen derartigen Planungskredit beantrage, obwohl der Souverän schon vor drei Jahren über drei ausgearbeitete Projekte hätte entscheiden können. Damals wurde das Geschäft von der Gemeindeversammlung zur Überarbeitung zurückgewiesen und einige Monate später überraschend vom Gemeinderat sistiert.

Marode Liegenschaft

Der grösste Teil der fast 600 000 Franken kostenden Kreditbegehren betrafen Neubau oder Sanierung von Wasser- und Abwasserleitungen. Nochmals zu Diskussionen Anlass gab die marode Liegenschaft Wilweid, konkret die beantragten 50 000 Franken zur Sanierung der dortigen Kanalisation. Da noch nicht klar ist, wie die Zukunft dieser gemeindeeigenen Immobilie aussieht – ein Verkauf zur weiteren Wohnnutzung steht im Vordergrund –, fragten sich einige Buchster, wieso nochmals so viel Geld investiert werden solle.

Erst der Hinweis des Werkpräsidenten, dass dieser Betrag nur aufgewendet werde, wenn die genauen Kaufmodalitäten klar sind, brachte die Wende zugunsten einer Zustimmung.

Budget durchgewinkt

Der eigentliche Voranschlag 2015 ging reibungslos und zügig über die Bühne. Nach der Vorstellung markanter Abweichungen zum Vorjahr durch Finanzverwalter Robert Nützi fiel die Genehmigung durch die Versammlung eindeutig aus. So schliesst die laufende Rechnung 2015 bei Aufwendungen von total 10,022 Mio. Franken mit einem kleinen Fehlbetrag von 29 585 Franken. Dies bei einem unveränderten Steuerfuss von 115 Prozent. Die Investitionsrechnung weist bei budgetierten Ausgaben von 1,252 Mio. Franken Nettoinvestitionen in Höhe von 902 600 Franken auf.

Im Weiteren nahm die Versammlung Kenntnis vom Budget der eigenständigen Elektrizitätsversorgung Oberbuchsiten (EVO). Deren Voranschlag beinhaltet einen Reingewinn von 76 000 Franken. Ausserdem plant die EVO Nettoinvestitionen in Höhe von 427 000 Franken. Ebenfalls unbestritten war die Aufnahme der Gemeinden Fulenbach und Wolfwil in die Regionale Zivilschutzorganisation Gäu sowie die nötige Anpassung der bestehenden Reglemente. Schliesslich genehmigten die Anwesenden auch die Anpassung diverser Anhänge von Gebührenreglementen der Gemeinde.

Spielplatz in der Kritik

Zum Schluss kam nochmals der neue Spielplatz beim Kindergarten zur Sprache. Einmal mehr wurde die unglückliche Verwendung von Rundkies als Bodenbelag kritisiert. Der Gemeinderat werde sich dieser Problematik nochmals annehmen, versicherte Gemeindepräsident Daniel Lederer.