Niederbuchsiten

Die Schulraumerweiterung und Sanierung am Primarschulhaus machen Fortschritte

Das Schulhausareal in Niederbuchsiten bekommt ein neues Gesicht.

Das Schulhausareal in Niederbuchsiten bekommt ein neues Gesicht.

«Un, deux, trois» heisst das Schulraum-Projekt des Architekturbüros von Markus Oegerli, Olten/Härkingen, welches derzeit in Niederbuchsiten realisiert wird.

Das Projekt, das aus einem Architekturwettbewerb als Sieger hervorging, überzeugte, «weil es nicht allzu viel Neufläche benutzt», sagte vor einem Jahr der verantwortliche Gemeinderat Mario Baumgartner. Die gewünschte bessere Raumaufteilung im bestehenden Schulhaus und in der neu zu bauenden Aula erfüllen die Vorgaben der Gemeindebehörden auch architektonisch, greifen sie doch die typische Struktur der dörflichen Dachlandschaft auf. Die Sanierung und die Reorganisation der Schulräume werden gut 5,5 Mio. Franken kosten.

Mehr Schulzimmer und eine Aula

Erweitert wird der Schulraum des bisherigen Schulhauses Unterdorf durch je zwei neue Klassen- und Halbklassenzimmer sowie einen Disponibelraum. Dies wird in einem Holzelementbau realisiert. Beim Neubau handelt es sich um einen Hybridbau. Das bedeutet, dass das Untergeschoss als tragender Massivbau konzipiert ist.

Im Erd- und Obergeschoss ist eine Leichtkonstruktion aus vorgefertigten Elementen vorgesehen. Dies erlaubt eine schnelle Montage, da auch diese Elemente vorgefertigt werden. Neu erstellt wird eine Aula, die zugleich die Funktion eines Innenhofs erfüllt. Die Aula wird multifunktionell als Pausenhalle oder als Foyer bei Veranstaltungen nutzbar sein. «Alle Klassenzimmer werden die Anforderungen an die heutigen Unterrichtsmodelle erfüllen und sind stark lichtdurchflutet», sagt Projektleiter des Architekten, Andres Silva. Ein Eckpfeiler wird zudem die energetische Sanierung sein. Für diese soll die komplette Aussenhülle erneuert werden.

Ersetzt wird auch das Heizsystem. Die bis anhin genutzte Ölheizung wäre sanierungsbedürftig und soll nun durch eine Grundwasser-Wärmepumpe ersetzt werden, welche mit der Energie aus der neu zu schaffenden Photovoltaik Anlage betrieben wird. Bei den Planungsarbeiten stellte sich zudem heraus, dass das bestehende Schulhaus eine mangelhafte Erdbebensicherheit aufweist. Im Rahmen der Sanierung wird dies behoben, was zusätzlich eine Viertelmillion Franken kostet. Silva sagt hierzu: «Dank der ohnehin geplanten Sanierung sind die Erdbebensicherheits-Massnahmen vergleichsweise günstiger.»

Der Unterricht an der Primarschule wird seit dem neuen Schuljahr im August in mehreren Containern abgehalten. «Ursprünglich gingen wir davon aus, dass ein Provisorium deutlich teurer käme als ein etappierter Bau», sagt Baumgartner dazu. Doch beide Varianten seien in etwa gleichwertig.

Schule wird in Containern abgehalten

Die Schule zog es vor, während des Baus in Provisorien zu ziehen, um vor Lärm und Schmutz geschützt zu sein. Die vier Klassenzimmer, Garderobe, Toiletten und ein Lehrerzimmer sind nun auf dem Schulhausareal installiert.

Der Bau ist schon weit vorangeschritten. Momentan werden für das neue Heizungssystem die Werkleitungen in den Boden verlegt und die Grundwasser-Wärmepumpe montiert. Jeder Umbau birgt das Risiko, auf Unvorhergesehenes zu stossen, sagt Bauleiter Silva. Die Planung und Ausführung verlangt deswegen eine durchorganisierte Herangehensweise. «Das bestehende Schulhaus wurde in mehreren Etappen gebaut, weswegen einige Mängel an den Tragwerken festgestellt wurde. Diese werden während der Sanierung verstärkt.» Einige Räume werden weiterhin durch die Schule beansprucht, was den Umbau zusätzlich anspruchsvoll macht.

Als nächstes werden im Erd- und Obergeschoss die Holztragwerke des Anbaus und der neuen Aula angegangen. Ziel wird sein, die Dacharbeiten der Aula und des Südtrakt bis Anfang des neuen Jahres fertigzustellen, informiert der Bauleiter.

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