Neuendorf
Die Schüler sollen die vielfältige Medienwelt in allen Facetten erfahren

Während einer Projektwoche setzen sich 150 Kinder der Primarschule Neuendorf mit Medien aller Art auseinander. Im Angebot sind Workshops mit den Themen Film, Zeitung, Radio und Hörspiel, Fotografie, Ausstellung und Kommunikation.

Erwin von Arb
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In einer Ausstellung werden Geräte und Dokumente gezeigt, welche in der Welt der Medien Geschichte schrieben.

In einer Ausstellung werden Geräte und Dokumente gezeigt, welche in der Welt der Medien Geschichte schrieben.

Erwin von Arb

«Vom Rauchzeichen zum SMS» lautet der Titel für eine Arbeit, die am Montag beim Start in die Projektwoche der Primarschule zum Thema «Medien» im Workshop «Kommunikation» entstanden ist.

Dieser Titel umschreibt nicht nur die enorme Entwicklung, welcher Medien in den letzten Jahrhunderten unterworfen waren und noch immer sind, sondern auch das grosse Spektrum an Themen, welche während der Projektwoche beleuchtet werden sollen.

Dies geschieht in insgesamt sechs Ateliers zu den Themen Film, Zeitung, Radio und Hörspiel, Fotografie, Ausstellung und Kommunikation. Diese werden von 150 in drei Altersstufen und Gruppen aufgeteilte Schülerinnen und Schülern durchlaufen. An der Projektwoche sind 20 Lehrkräfte beteiligt. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit Dezember 2013, wie Schulleiterin Doris Bärtschiger erwähnt.

«Für die jüngeren Kinder haben wir einfachere Aufgaben ausgearbeitet als zum Beispiel für 6.-Klässer», sagt Nadine Binggeli, die sich gerade mit 3.- und 4.-Klässlern mit dem Thema Film, und wie ein solcher entsteht, auseinandersetzt.

Die Kinder basteln mit ihren Lieblingsmotiven aus Kino und Fernsehen, wie etwa Figuren aus Ice Age, Disneys Eiskönigin oder Actionhelden, überdimensionale Filmstreifen. Diese werden am Freitag die Aula schmücken, wo Roadmovies den Film «Mein Name ist Eugen» zeigen wird.

Workshop: Die 5.- und 6.-Klässler diskutieren mit Natalie Schild von Pro Juventute über die im Internet lauernden Gefahren.

Workshop: Die 5.- und 6.-Klässler diskutieren mit Natalie Schild von Pro Juventute über die im Internet lauernden Gefahren.

Erwin von Arb

Dass die moderne Technik längst auch bei Schülerinnen und Schülern zum Alltag gehört, wurde beim von Pro Juventute geführten Workshop unter dem Titel «Bewusste Mediennutzung ist der beste Schutz vor Risiken wie Cybermobbing oder Onlinesucht» deutlich.

Von den 24 Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klasse verfügen 22 über iPhones, iPads oder Samsung-Smartphones der neusten Generation oder haben Zugang zu solchen Geräten.

Diese ungewöhnlich hohe Rate bei 12- bis 13-jährigen Kindern beeindruckte sogar Natalie Schild von Pro Juventute. Das sei eher ungewöhnlich, aber auch schon vorgekommen. Die hohe Gerätedichte wirkt sich aber nicht auf den Unterrichtsbetrieb aus, wie Lehrer German Studer versichert: «Davon merken wir überhaupt nichts.»

Gefahren im Internet aufgezeigt

Die Pro Juventute-Mitarbeiterin zeigte den Kindern die im Internet lauernden Gefahren auf und warnte vor unüberlegter Einspeisung persönlicher Daten und Bilder oder der Weitergabe von solchen von Freunden und Kollegen in soziale Netzwerke. Was einmal im Netz sei, könne nie mehr daraus entfernt werden.

Während der Projektwoche erfahren die Schülerinnen und Schüler auch, wie Zeitungen und Zeitschriften aufgebaut und gemacht werden. Die Jüngeren beschäftigen sich bei diesem Workshop mit Kinderzeitschriften wie Junior oder Yakari und versuchen unter anderem eine eigene Ausgabe herzustellen. Die Älteren recherchieren und schreiben einen Artikel. Einen Blick hinter die Kulissen können die Kinder beim Workshop «Radio und Hörspiel» werfen. Gefragt sind hier eine bildhafte Sprache sowie die künstliche Erzeugung von Geräuschen zur Untermalung von Szenen.

Das breite Spektrum der Medien sowie die unzähligen der Kommunikation dienenden Gegenstände und Geräte, von der Flagge über das Morsegerät, Grammofon bis hin zu Radio, Fernseher und Handys wird in einer speziellen Ausstellung gezeigt.

Offene Türen am Donnerstag

Den Höhepunkt der Projektwoche bildet die von 18 bis 19 Uhr dauernde Ausstellung am Donnerstagabend im Primarschulhaus, zu der die Eltern der Kinder eingeladen sind. Ausklingen wird die Woche am Freitagmorgen mit dem Film «Mein Name ist Eugen».