Aufgrund der aktuellen Ortsplanung rechnet der Gemeinderat bis 2025 mit einem Bevölkerungswachstum von 15 Prozent. Die Schülerzahl von aktuell 287 würde damit auf 330 ansteigen, was zwei zusätzlichen Schulklassen entspricht. Bereits ab Schuljahr 2016/17 ist neu mit elf Primarklassen zu rechnen, ab 2019/2020 mit zwölf. Aktuell sind es zehn Klassen. Es besteht somit dringend Handlungsbedarf. Gelöst werden kann das Raumproblem aber ohne den Bau eines neuen Schulhauses, wie die Leiterin Verwaltung, Elvira Biedermann, auf Anfrage dazu ausführt.

Entwicklung bis 2025 aufgezeigt

Der Gemeinderat hatte die Schulleitung gemeinsam mit der Bildungs- und Kulturkommission damit beauftragt, die Bedürfnisse und Möglichkeiten abzuklären und ein «Zielbild Schulbetrieb 2020» zu erarbeiten. Schulleiter Hanspeter Stöckli stellte dem Rat das Ergebnis vor. Nebst der Entwicklung der Klassenzahlen bis 2025 und den künftigen Anforderungen für den «Lern- und Lebensraum Schule», zeigt das Arbeitspapier die aktuelle Schulraumsituation in den Primarschulhäusern Mühlematt und Kleinfeld auf. Im Bericht werden der künftige Raumbedarf sowie mögliche Um- und Ausbauvarianten für beide Schulstandorte aufgezeigt. 

Von der Schulleitung favorisiert wird ein Anbau beim Mühlematt-Schulhaus. Ein solcher Anbau wäre beim Kleinfeld-Schulhaus wegen der Besitzverhältnisse rund um das Schulhaus schwieriger zu bewerkstelligen, wie Biedermann dazu ausführte. Entschieden sei allerdings noch nichts.

Die Schulleitung wurde vom Rat beauftragt, ergänzend zur vorliegenden Grafik ein Raumprogramm zu erstellen. An einer nächsten Sitzung des Gemeinderates soll dieses als mögliche Idee zuhanden der Kommission für öffentliche Bauten verabschiedet werden, mit dem Auftrag, gemeinsam mit einem Fachplaner die weitere Planung anzugehen.

Arbeiten vergeben

Im Nachgang zur im April 2014 abgeschlossenen Ortsplanungsrevision müssen die bestehenden Planunterlagen der Generellen Wasserversorgungsplanung (GWP) aus dem Jahre 1995 und der Generellen Entwässerungsplanung (GEP aus dem Jahre 2007) überarbeitet und aktualisiert werden. Die vom Gemeinderat am 3. Dezember 2014 freigegebenen Submissionen der Planerleistungen im Einladungsverfahren wurden mit Eingabetermin am 16. Januar 2015 abgeschlossen. Der Gemeinderat vergab die Planerleistungen für die GWP und die GEP an die BSB + Partner AG, Oensingen, zum Pauschalangebot von 26 500 Franken beziehungsweise 54 000 Franken. (ebe/eva)