Härkingen
Die Sanierung des Trainingsplatzes kostet weniger

Die Gemeindeversammlung von Härkingen genehmigte die um rund 125'000 Franken günstiger ausgefallene Sanierung des Trainingsplatzes beim Schulhaus sowie die Gemeinderechnung 2016 mit einem Defizit von 330'933 Franken.

Erwin von Arb
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Der im Jahr 2015 sanierte Trainingsplatz des FC Härkingen, im Hintergrund das Clubhaus mit Hauptfeld.

Der im Jahr 2015 sanierte Trainingsplatz des FC Härkingen, im Hintergrund das Clubhaus mit Hauptfeld.

Bruno Kissling

Gemeindepräsident Daniel Nützi konnte am Dienstagabend an der Gemeindeversammlung verkünden, dass der bewilligte Kredit von 445'000 Franken für die im Sommer 2015 erfolgte Sanierung des Trainingsplatzes der Sportanlage Aesch deutlich unterschritten wurde. Zurückzuführen sei die Einsparung von 124'984 Franken vor allem darauf, dass die vorhandenen Saugleitungen übernommen werden konnten. Statt der geplanten Totalsanierung habe deshalb eine Teilsanierung des Platzes ausgereicht. Deutlich geringere Kosten als budgetiert seien zudem beim externen Trainingsbetrieb in Neuendorf angefallen, so Nützi. Die 22 Stimmberechtigten genehmigten die Abrechnung einstimmig.

Gleiches galt auch für die Verwaltungsrechnung 2016 der Gemeinde, welche erstmals nach dem Rechnungsmodell HRM2 erstellt wurde. Wie Finanzverwalterin Franziska Wyss ausführte, werden die Abschreibungen auf die Investitionen neu linear über die Lebensdauer der einzelnen Objekte vorgenommen. Zudem wird das alte Verwaltungsvermögen innerhalb der nächsten 10 Jahre abgeschrieben. Per 1. Januar 2016 wurden ebenfalls die Liegenschaften des Finanzvermögens neu bewertet. Daraus resultiert eine Neubewertungsreserve von 113'136 Franken, wie Wyss bemerkte.

Vermögen nimmt leicht ab

Die Erfolgsrechnung 2016 schliesst mit einem Defizit von 330'933 Franken, budgetiert war ein solches von 480'247 Franken. Positiv beeinflusst wurde der Rechnungsabschluss durch Mehrerträge bei den juristischen Personen sowie durch auf die grossmehrheitliche Budgetdisziplin der Kommissionen, wie der Gemeindepräsident erwähnte. 2016 wurden zudem insgesamt Steuern in der Höhe 47'000 Franken abgeschrieben.

Die Investitionsrechnung weist eine Nettoinvestitionszunahme von 620'759 Franken aus, budgetiert waren 569'500 Franken.

Das Defizit der Rechnung 2016 wird durch das Eigenkapital gedeckt, welches damit leicht abnimmt und per Ende 2016 insgesamt 5,781 Mio. Franken beträgt.

Die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung weist einen Ertragsüberschuss von 162'083 Franken aus. Ebenfalls mit einen Ertragsüberschuss von 1684 Franken schliesst die Spezialfinanzierung Abfallbeseitigung.

Die Rechnung, die Investitionsrechnung sowie die erwähnten Spezialfinanzierungen wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt.

Erneut weniger Strom verkauft

Ohne Wortmeldung verabschiedet wurde ferner der Geschäftsbericht mit Jahresrechnung 2016 der HEenergie Härkingen (HEH), welche bei einem Umsatz von 2,844 Mio. Franken einen Reingewinn von 305 124 Franken ausweist. 80 Prozent der 2016 verkauften 33 487 Megawattstunden (MWh) entfallen auf Industrie und Gewerbe (-2,3 %), 20 Prozent auf private Haushalte (+1,4 %).

Insgesamt hat der Energieabsatz gegenüber dem Vorjahr von 11 438 MWh auf 10 704 MWh abgenommen. 150 000 Franken des Reingewinnes werden als ordentliche, 100 000 Franken als ausserordentliche Ausschüttung der Einwohnergemeinde zugewiesen sowie 55 124 Franken als Vortrag auf die neue Rechnung der HEH.