Balsthal

Die Ruine Neu-Falkenstein wird saniert

Die Baustelle an der südlichen Stützmauer der Ruine.

Die Baustelle an der südlichen Stützmauer der Ruine.

Der Kanton Solothurn ersetzt in Balsthal bis Ende Jahr den schadhaften Teil der südlichen Stützmauer.

Seit vergangenem Montag laufen an der Ruine Neu-Falkenstein in Balsthal Bauinstallationsarbeiten. Zuvor wurden rund um den südlichen Teil des Schlosses Wald- und Buschrodungen vorgenommen, um den Zugang zur Stützmauer zu erleichtern. Diese will der Kanton in den kommenden Wochen sanieren.

Auf Nachfrage der Redaktion erklärt Birgitta Schweizer vom Hochbauamt Kanton Solothurn, dass auf einem Abschnitt von 5 bis 8 Metern diverse Schäden behoben werden müssen. Die Mauer weise verschiedene Ausbrüche, Ausbauchungen und Risse auf und müsse deswegen teilweise ersetzt werden. Der Rückbau des schadhaften Teils und dessen Ersetzung können voraussichtlich bis Ende November gemacht werden. Laut Schweizer werden die Arbeiten den Kanton ungefähr 150 000 Franken kosten.

Aufgrund der Bauarbeiten wird der südliche Zugang zur Ruine aus Sicherheitsgründen temporär gesperrt. Für die gesamte Dauer der Bauarbeiten sind ausserdem die Grillplätze ausserhalb der Ruine gesperrt. Besucherinnen und Besucher können jedoch weiterhin über den nördlichen Fussweg zur Ruine gelangen und diese besichtigen (siehe Plan links).

Schlossverein kümmert sich um Kulturgut

Seit 2017 ist der Kanton für die Ruine zuständig. In den 80 Jahren davor kümmerte sich die Stiftung Neu-Falkenstein um die Pflege des Schlosses und war allein für den Erhalt verantwortlich. Der Präsident des Schlossvereins Falkenstein, Marcel Allemann, sagt, dass der Unterhalt für die Stiftung finanziell nicht mehr tragbar gewesen sei. So habe der Verein die Ruine in den Besitz des Kantons zurückgegeben und als Nachfolgeorganisation den heutigen Schlossverein gegründet.

Die Mitglieder des Vereins kümmern sich jeweils im Frühling und im Herbst im Rahmen einer grossflächigen Putzaktion weiterhin um die Pflege des Kulturguts. Sie koordinieren ausserdem die Vermietung des Areals für private Feiern oder Ferienlager der lokalen Jugendorganisationen.

Um die anfallenden Unkosten zu decken, wird der Schlossverein vom Kanton unterstützt, finanziert sich zu einem gewissen Teil aber auch durch Vereinsgelder und Spenden. Für Arbeiten, die nicht durch Mitglieder des Vereins übernommen werden können, ist der Kanton zuständig. In der Zukunft des Schlossvereins sieht Allemann eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Verein «Schloss und Museum Alt-Falkenstein» und der Ruine Alt-Bechburg in Holderbank. Man wolle die drei Ruinen zu einem Ort der Begegnung machen und diese geschichtsträchtigen Orte des Thals der Bevölkerung näherbringen. «Wir sind unglaublich stolz auf das Schloss», begründet er die Pläne.

Meistgesehen

Artboard 1