Wird die Weiterführung einer Postfiliale infrage gestellt, bemühen sich zwar Post und Gemeindebehörden, gemeinsam eine Lösung zu entwickeln. So wie es die jüngsten Beispiele in Wolfwil, Laupersdorf und Welschenrohr zeigen. Letztlich aber entscheidet die Post, was geschieht. Nun ist der Entscheid auch in Holderbank gefallen, wie die Post gestern mitgeteilt hat. Die Filiale wird geschlossen und ein Hausservice eingeführt. Wann die Umstellung erfolgt, war gestern noch nicht zu erfahren.

Der Gemeinderat hatte sich für die Weiterführung der Postfiliale ausgesprochen, wenn auch mit reduzierten Öffnungszeiten. Der Rat hielt diese Lösung für zukunftsorientiert, da die Filiale von grösster Wichtigkeit sei für die Gemeinde und deren Entwicklung mitbestimme. Die Post dagegen hätte eine Agentur im Denner-Satellit oder in der Gemeindeverwaltung bevorzugt, was aber trotz aller Bemühungen nicht zustande gekommen sei, wie die Post weiter ausführt.

Die Post stellt um auf Hausservice

Nun wird eben auf Hausservice umgestellt, so wie beispielsweise in Herbetswil. Sollte sich später doch noch jemand für das Führen einer Agentur Hand bieten, sei die Post gerne bereit, dieses Modell noch einmal zu prüfen.

Die Post begründet den Schritt mit der sinkenden Frequenz in der Filiale Holderbank. 2011 betrug der Tagesdurchschnitt 77 Einzahlungen, 33 Briefe und 13 Pakete. Hinzu kamen 14 Einschreibesendungen, die abgeholt wurden. (wak/pd)