Laupersdorf

Die neun Kinder vom Brunnersberg leben sich im Tal ein

Remo Ankli lauscht dem Liedvortrag der Laupersdörfer Schülerinnen und Schüler.

Remo Ankli lauscht dem Liedvortrag der Laupersdörfer Schülerinnen und Schüler.

Kinder der Bergschule Brunnersberg haben ihren ersten Schultag im Thal erlebt. Regierungsrat und Bildungsdirektor Remo Ankli stattete einen Besuch ab.

Der Beginn des Liedtextes könnte nicht passender sein: «Dört äne am Bärgli ...» singen die Kinder im Primarschulhaus Laupersdorf aus vollen Kehlen. Schliesslich begrüssen sie Regierungsrat und Bildungsdirektor Remo Ankli, und der kommt aus Beinwil – «vo dört äne» am Passwang. Er freut sich sichtlich über die herzliche Begrüssung und meint dann: «Dieses Lied kenne ich, aber bei den anderen, die ihr auch noch gesungen habt, könnte ich nicht mithalten.»

Eigentlich hätte man den Liedtext noch erweitern können mit «dört obe vom Bärgli», denn an diesem Montag sind neun Kinder oben vom Brunnersberg zum ersten Mal zur Schule beziehungsweise in den Kindergarten ins Tal hinuntergefahren worden. Diese Premiere ist auch der Anlass dazu, warum Regierungsrat Remo Ankli ausgerechnet in Laupersdorf einen Schulbesuch macht.

Keine Spur von Groll

Ebenfalls anwesend beim mittäglichen Besuch ist eine Delegation der Gemeinde Laupersdorf sowie ein Teil der Eltern der Brunnersbergkinder. Für sie ist dieser erste Schultag ebenfalls eine Premiere, konnten sie doch ihre Kinder bis anhin in ihre geliebte Bergschule begleiten, die nun geschlossen ist. Sie scheinen sich mit der neuen Situation arrangiert zu haben.

Nichts von Groll über die verordnete Schliessung der Bergschule ist zu spüren. Die Stimmung ist aufgeräumt und locker. Auch den neun Bergkindern scheint es gut zu gehen. Die Jüngeren sind zwar etwas müde, mussten sie doch heute Morgen deutlich früher als bisher aus den Federn. Doch als am Mittagstisch der Schoggipudding serviert wird, ist die Müdigkeit verflogen.

Die Umgebung ist den Kindern noch etwas fremd, dafür ist ihnen die Frau vertraut, die für sie den Mittagstisch zubereitet. Es ist Regula Gygax und sie kommt ebenfalls vom Brunnersberg, vom Zentner.

Rund eine Stunde für eine Tour

Vertraut ist den Kindern auch das Fahrerteam, das sie jeweils zur Schule und wieder nach Hause fährt. Es sind Beat und Corinne Büttler vom Laupersdörfer Stierenberg.

Beide haben die notwendige Prüfung für das Ausführen von gewerblichen Personentransporten absolviert. Bis der Kleinbus (mit Allradantrieb) eingetroffen ist, den die Gemeinde Laupersdorf bestellt hat, chauffieren Beat und Corinne Büttler abwechslungsweise die Kinder mit dem Kleinbus des Schwingklubs Thal-Gäu, der dafür freundlicherweise zur Verfügung gestellt wird. «Eine Tour dauert jetzt rund eine Stunde, im Winter werden es wohl anderthalb Stunden sein», sagt Beat Büttler.

Lob für die Eltern

Regierungsrat Remo Ankli zeigt sich beeindruckt über den Schulbetrieb in Laupersdorf und befriedigt über die Lösung, die man für die Bergkinder gefunden hat. Gemeindepräsident Edgar Kupper lobt die Leute vom Berg: «Nachdem klar war, dass die Schule zugeht, haben sie das Heft in die Hand genommen.»

Laupersdorfer Schülerinnen und Schüler singen ein Ständchen

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