Rickenbach
Die neue Unterführung ist weit genug, um sicher durchquert zu werden

Die SBB-Personenunterführung in der Rickenbacher Mühlegasse ist für den Langsamverkehr freigegeben. Nach noch nötigen Umgebungsarbeiten im Oktober soll Anfang November eine Eröffnungsfeier stattfinden.

Karin Schmid
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Noch nicht vollständig fertiggestellt, aber zugänglich und nutzbar für Fussgänger/-innen und Velofahrer/-innen: die SBB-Unterführung in der Rickenbacher Mühlegasse. Bruno Kissling

Noch nicht vollständig fertiggestellt, aber zugänglich und nutzbar für Fussgänger/-innen und Velofahrer/-innen: die SBB-Unterführung in der Rickenbacher Mühlegasse. Bruno Kissling

Seit Kurzem sind die Absperrungen bei der SBB-Personenunterführung in der Rickenbacher Mühlegasse weg, und das Neubauobjekt wird von der Bevölkerung bereits fleissig zu Fuss oder per Velo genutzt. Allerdings es noch nicht vollständig fertiggestellt. «Wir sind noch an den Umgebungs-, Rekultivierungs- und Zaunarbeiten», erklärt Walter Kummer, Projektleiter beim Kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT).

Zudem stünden die «Bauabnahmen Teil für Teil» noch an. «Da die Sicherheit es zulässt, haben wir uns entschieden, die Unterführung zu öffnen. Sie ist ja auch für den Langsamverkehr gedacht. Wir haben allerdings Pfosten aufgestellt, um zu verhindern, dass grosse Fahrzeuge in die Unterführung fahren.»

Im Oktober wird sich laut Kummer ein Gartenbauer um die nötigen Umgebungsarbeiten auf der Steilböschung in Richtung Westen kümmern. Dazu sollen Rekultivierungsarbeiten auf dem Landstück entlang der Mühlegasse, das der Kanton für die Einrichtung der Baustelle nutzte, ausgeführt werden. In den nächsten beiden Wochen steht der Beginn von Mäh-, Zaun- und Auflockerungsarbeiten auf dem Programm. Letztere können nach Angaben des AVT-Projektleiters einen Zeitraum von bis zu drei Jahren in Anspruch nehmen.

Unfallfrei und tipptopp nach Plan»

Die Bauarbeiten für die Rickenbacher SBB-Personenunterführung begannen im Juni 2013 und verliefen bis heute unfallfrei und «tipptopp nach Plan», so Kummer. Der elf Meter lange und über drei Meter hohe Tunnel ist für Fussgänger/-innen und Velofahrer/-innen von Norden her über eine 160 Meter lange und von Süden her über eine rund 90 Meter lange Rampe begeh- und befahrbar.

Das 7.7 Mio. Franken teure Projekt «Langsamverkehrsunterführung in Rickenbach», für das ein 220 Tonnen schwerer Körper nördlich der Bahngeleise gebaut und unter die Schienen gezogen wurde, steht in Zusammenhang mit der ERO. Da der Zugverkehr nicht beeinträchtigt werden durfte, mussten mehrere Nächte zur Rammung der Spundwände für die Baugrubensicherung, den Einbau der Hilfsbrücken unter den SBB-Geleisen sowie für die Brüstungen genutzt werden.

Nach Angaben von Walter Kummer soll die definitive Freigabe der SBB-Personenunterführung in der Rickenbacher Mühle Anfang November mit einem offiziellen Festakt gefeiert werden.