Im Zusammenhang mit der geplanten Optimierung der Buslinie 126 informierte Tiefbaukommissionspräsident Roman Studer den Gemeinderat über die Ergebnisse der Besprechungen für die an der Neustrasse bei der Migros Verteilbetrieb Neuendorf AG (MVN) geplante Bushaltestelle. Auf Wunsch der MVN soll diese nach der Migros benannt werden. Das Bundesamt für Verkehr und das kantonale Amt für Tiefbau hätten signalisiert, dass ein solches Begehren eine reelle Chance haben könnte, wenn auch die Strasse bei der Haltestelle diesen Namen trage, so Studer. Dem will der Gemeinderat Rechnung tragen, indem er der Zufahrtsstrasse zur MVN an der Neustrasse den Namen «Migros-Strasse» geben will. Vorgängig sollen die dafür notwendigen juristischen Schritte abgeklärt werden.

Ebenfalls um eine Namensgebung der Strasse ging es bei der Überbauung Banacker. Dort sollen auf einer Fläche von 1,2 Hektaren 10 Mehrfamilienhäuser mit 67 Wohnungen entstehen. In einer ersten Etappe werden vorerst sieben Mehrfamilienhäuser realisiert. Die neue in die Fulenbacherstrasse mündende Strasse der Wohnüberbauung wird nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderates «Am Hardgraben» heissen.

Feuerwehrmagazin abgerechnet

Mit Freude nahm der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung von zwei Bauabrechnungen Kenntnis. Die eine betrifft das am 4. Juli 2014 eingeweihte neue Feuerwehrmagazin. Der von der Gemeindeversammlung bewillige Kredit von 3 Mio. Franken wurde mit 2 873 681 Franken nicht vollständig ausgeschöpft, wie Projekt- und Bauleiter Guido Schenker vor dem Gemeinderat ausführte.

Darin nicht eingerechnet sind jene 40 512 Franken, welche die Elektra für den Einbau der Trafostation an die Baukosten des Feuerwehrmagazins beisteuerte. Gemäss Schenker darf vonseiten der kantonalen Gebäudeversicherung mit einem Subventionsbeitrag von etwa 500 000 Franken gerechnet werden. Für die Berechnung dieses Beitrags seien vorgängig 260 000 Franken von den Gesamtkosten für die von der Einwohnergemeinde und der Elektra genutzten Räume im Feuerwehrmagazin in Abzug gebracht worden.

Die von Gemeinderätin Gabriela Gaugler präsidierte Arbeitsgruppe «Neubau Feuerwehrmagazin» hatte die Abrechnung kontrolliert und dem Gemeinderat zu Bewilligung empfohlen. Dieser verabschiedete die Bauabrechnung einstimmig.

Hallensanierung dauert bis 2022

Ebenfalls eine Ziellandung kann bei der Bauabrechnung 2014 für die dritte Etappe der Sanierung Dorfhalle vermeldet werden. Veranschlagt waren für die Sanierung der Böden in der Halle und in den Geräteräumen sowie in diesen Räumen notwendigen Maler- und Elektrikerarbeiten insgesamt 351 100 Franken. In Rechnung gestellt wurden 351 272 Franken, wie Gemeinderat Cyrill von Arx, Ressortleiter Bau und Liegenschaften, erwähnte. Der Rat genehmigte auch diese Abrechnung einstimmig.

Bis 2022 sind übrigens noch sechs weitere Sanierungsertappen an der inzwischen rund 35 Jahre alten Dorfhalle geplant. Wegen des 2 Mio. Franken hohen Defizits in der Rechnung 2014 hatte der Rat die für dieses Jahr geplante Sanierung der Duschen- und WC-Anlagen ausgesetzt. Saniert werden 2015 stattdessen die Decke auf der Galerie sowie das nicht mehr den Vorschriften entsprechende Treppengeländer. Noch saniert werden müssen ferner die mit Holzschnitzel befeuerte Heizung, die Dächer und die Fassade der Dorfhalle, die Küche, die Nebenräume, das Sitzungszimmer Ost und die Grundwasserwärmepumpe. Für die Sanierung der Dorfhalle stehen insgesamt 4,025 Mio. Franken zur Verfügung, für die Sanierung der Heizung inklusive Grundwasserwärmepumpe 923 000 Franken.

Derzeit keine Umzonungen

Der Gemeinderat musste sich ferner mit einem Umzonungsgesuch im Gebiet der Babylonstrasse befassen. Dort soll Landwirtschaftsland in die Bauzone überführt werden. Der Rat befand, dass im Hinblick auf die noch nicht angelaufene Ortsplanungsrevision und das noch nicht ausgestaltete neue Raumplanungsgesetz derzeit keine Umzonungen vorgenommen werden sollten. Deshalb wird den Antragstellern empfohlen, ihr Gesuch erst im Rahmen der ordentlichen Ortsplanrevision nochmals einzureichen.

Gemeinderat Cyrill von Arx informiere den Rat darüber, dass in den nächsten Wochen Spieler des FC Härkingen auf den Sportanlagen in Neuendorf trainieren werden. Als Grund nannte er die Sanierung des Trainingsplatzes des FC Härkingen, welche voraussichtlich bis Ende Juni dauern wird.

Nach eingehender Beratung wurde ferner beschlossen, während den Sommerferien auf reduzierte Schalteröffnungszeiten zu verzichten.