Zu Hunderten pilgerten am Sonntag Mädchen und Buben mit ihren Mami und Papi, Grossmami und Grossdädi auf den ehemaligen Wohnsitz der Freiherren von Bechburg. Thema des Festes war – wie könnte es auch anders sein – das Mittelalter.

Ideale äussere Bedingungen

«Wir wurden von Besuchern regelrecht überrannt», sagt Organisatorin Nicole Amstutz, Leiterin Marketing der BEKB. Tatsächlich war zeitweise ein Vorwärtsbewegen im Innern des Schlosses fast nicht mehr möglich. Wie viele Besucher es schliesslich waren, konnte Nicole Amstutz nicht abschätzen, aber es seien viel mehr gewesen als im letzten Jahr und da waren es über 1000. «Schuld» am riesigen Erfolg seien die idealen äusseren Bedingungen gewesen, die spannende Umgebung des Oensinger Wahrzeichens und das attraktive Programm, meint die Organisatorin. «Viele Besucher sind wohl zum ersten Mal auf Schloss Neu-Bechburg gewesen und waren über die Schönheit des Schlosses und die Aussicht in die Gäuebene und das Bipperamt überrascht, wie ich da und dort gehört habe».

Wer als furchtloser Ritter, stolzer Freiherr, elegante Schlossdame oder hübsches Burgfräulein am Fest teilnahm, wurde mit einem Verpflegungsgutschein belohnt. Und nicht wenige kleine Knirpse taten dies, ja sogar ganze Familien erschienen in «mittelalterlichen» Kostümen. «Wir haben mehr als 1000 Bratwürste und Hot Dogs gebraucht, die wir zu sehr familienfreundlichen Preisen abgegeben haben», sagt Nicole Amstutz.

Zauberer, Gaukler und Falkner

Den Besuchern, allen voran natürlich den Kleinsten, wurde einiges geboten. Am Fuss der «richtigen» Bechburg lockte eine Hüpf(bech-)burg zum Herumtollen, und das nostalgische Karussell passte auch in die Schlossumgebung. Im Schlosshof lockten Armbrustschiessen, Hufeisen- und Büchsenwerfen. Zauberer und Gaukler verblüfften im Gewölbekeller mit ihren Tricks, und da staunten für einmal nicht nur die jüngsten Besucher. Von der Schlossterrasse aus liess der Aargauer Falkner Christoph Küpfer seine faszinierenden Greifvögel fliegen. Ein amerikanischer Wüstenbussard, ein Sakerfalke und ein Uhu waren die drei Stars der eindrücklichen Flugschau. Grosser Abräumer bei den Kleinsten war der Oltner Kinderliedermacher Christian Schenker, der mit zwei Auftritten für grosse Begeisterung sorgte.

Nach Auskunft von Marketingleiterin Nicole Amstutz soll es auch 2014 im Kanton Solothurn BEKB-Familientage geben. Die Daten stehen sogar schon fest, und zwar am 15. Juni in Solothurn und am 24. August wiederum auf Schloss Neu-Bechburg in Oensingen.