70-Jahr-Jubiläum

Die Musikgesellschaft Härkingen spielte in jugendlicher Frische auf

Unter der Leitung von Andreas Moser spielte die Musikgesellschaft schwungvoll und gekonnt zum Geburtstagskonzert auf.

Unter der Leitung von Andreas Moser spielte die Musikgesellschaft schwungvoll und gekonnt zum Geburtstagskonzert auf.

Das Motto «70 Jahr, wunderbar» wurde am Jahreskonzert der Musikgesellschaft wirkungsvoll umgesetzt.

Beim siebten Anlauf hat es geklappt. Nicht weniger als sechs Versuche zuvor, in Härkingen eine Musikgesellschaft am Leben zu erhalten, scheiterten aus unterschiedlichen Gründen. Erst die Gründung im Jahre 1946 war von Erfolg gekrönt und so kann die Musikgesellschaft Härkingen in diesem Jahr ihr 70-Jahr-Jubiläum feiern. Das Jahreskonzert in der Mehrzweckhalle stand ganz im Zeichen dieses runden Geburtstages.

Das Vorprogramm wurde von der Jugendmusik Härkingen-Neuendorf bestritten. Es war unverkennbar, der Nachwuchs, mit punktueller Verstärkung, musizierte mit Freude und Leidenschaft. Es war alles andere als eine Pflichtübung, die geboten wurde, sondern ein umfangreiches Programm, das absolut konzertreif vorgetragen wurde.

Unter der Leitung von Andreas Moser kamen «Jacob’s Theme», «Kiwi-Cha-Cha» und «Mister Joe» zur Aufführung, also alles altersgerechte Nummern. Es folgte «Bell Seniorita» und «Mexican Beat». Und weil das Publikum hell begeistert war noch mit «Everybodys Mambo» eine Zugabe.

Erstes Konzert im «Pflug»-Saal

Adrian Wicki flocht in der Folge bei seiner Moderation Episoden und einige interessante Begebenheiten aus der Vereinsgeschichte ein. Diesmal bezogen sich seine Ausführungen auf die letzten 70 Jahre der MG Härkingen. Bei ihrem ersten Konzert wurde im «Pflug»-Saal das Stück «Alpenklänge» aufgeführt.

Ob diese Aufführung damals schon so gut gelang wie bei der neuerlichen Darbietung, ist eher zu bezweifeln. Arthur Oegerli, das Urgestein des Vereins, freute sich bei seiner Begrüssung, so viele Besucherinnen und Besucher feststellen zu können, war doch die Halle praktisch ausverkauft.

Fast 20 Jahre nach der Gründung wurde erstmals ein Kantonales Musikfest besucht. In Olten konnte mit dem Selbstwahlstück «Partita Piccola» die Note «sehr gut» erreicht werden. Auch bei der heutigen Reprise wäre diese Benotung mit Sicherheit wieder erteilt worden, wie auch mit dem Walzer «Wilde Rosen» von Fritz Schori. Zur Erinnerung an den ehemaligen Dirigenten Ben Toth, ein gebürtiger Ungar, fand die «Kleine ungarische Rhapsodie» Aufnahme im Programm.

Auch Adrian Moser, der bald sein zehnjähriges Dirigenten-Jubiläum feiern kann, verstand es, typische Puszta-Klänge mit melancholischen Melodienfolgen zu verbinden und damit mit seinen Musikantinnen und Musikanten viel Applaus zu ernten.

Torte und Marsch zum Geburtstag

Ins Veteranenspiel Kanton Solothurn, das mit seinen letzten Konzertauftritten für viel Aufsehen gesorgt hat, ist auch eine sehr erfolgreiche Tambourengruppe integriert. Mit ihrem Gastaufritt in Härkingen lieferte diese Formation einen weiteren Beweis ihres auf sehr hoher Stufe stehenden Könnens ab.

Zuerst mit der «Neuen Basler Tagwacht» und dann im Zusammenspiel mit der MG mit dem «Marsch der Söldner» und zur Eröffnung nach der Pause mit der «Schweizer und Franzosen-Tagwacht» gefolgt vom Marsch «Pumpernickel». Der Ausmarsch der Gruppe wurde mit viel Applaus begleitet.

Die Polka «Von Freund zu Freund», Komponist Martin Scharnagel, konnte sicherlich auch wörtlich verstanden werden. Mit eigentlichen Ohrwürmern (Bridge Over Troubled Water – Mrs. Robinson – Sound Of Silence – The Boxer) gespickt war das Medley «Simon & Garfunkel», arrangiert von Kurt Gäble. Mit «Boney M. Superhits» gelang nochmals eine Steigerung, die, wie nicht anders zu erwarten war, nach Zugaben verlangte.

Doch vorerst wurde der Flötistin Carola Ghilardelli, welche auf den Tag genau ihren 20. Geburtstag feierte, mit einer Torte und dem «Geburtstagsmarsch» von Hans Möckel gratuliert. Gratulieren darf man auch der gesamten MG Härkingen für ihr Konzert, verbunden mit den Wünschen für weitere erfolgreiche 70 Jahre.

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